Ökonomen warnen: EU-Fusionsreform hat zentrale Lücken

Forschende der Universität Mannheim warnen, dass der Entwurf der neuen EU-Leitlinien zur Fusionskontrolle noch Lücken aufweist, die bei der Prüfung von Zusammenschlüssen zu systematischen Fehlern führen können.

Bei der Beurteilung von Fusionen sind künftige Kosten- und Nachfragebedingungen in der Analyse zu berücksichtigen, betonen die Forscher. Das ist beispielsweise relevant, wenn Zölle oder gestörte Lieferketten die Kosten für europäische Unter­nehmen steigen lassen oder wenn Produktivitätsgewinne durch KI die Kosten senken. Das EPoS Economic Research Center der Universitäten Bonn und Mannheim veröffentlicht die Details in den beiden Diskussionspapieren „Merger Control Amid Market Evolutions and Shocks: What the EU Merger Guidelines Should Say“ und „Merger Control in a Changing World“. Beide wurden von Volker Nocke, Martin Peitz und Nicolas Schutz vom EPoS Economic Research Center verfasst.

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