Richtfest für das neue UNIT-Gebäude in A5

Gut ein Jahr nach der Grundsteinlegung ist der Rohbau des Neubaus in A5 abgeschlossen und ist in seiner finalen Form jetzt deutlich zu erkennen. Marco Grübbel, Leiter des Amtes Mannheim und Heidelberg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, begrüßte die Gäste vor dem Gebäude und dankte den Handwerker*innen für ihren Einsatz. Von der Universität nahmen Kanzlerin Dr. Katrin Schoppa-Bauer, die UNIT-Leitungen Kerstin Bein und Alexander Pfister sowie der Leiter des Baudezernats Matthias Heitz an der kleinen Feier teil.
Den Mittelpunkt der Zeremonie bildete der Richtspruch, den Zimmerer Jörg Zeller vom Dach des Rohbaus sprach – in klassischer Zunftkleidung, zusammen mit drei Kollegen. Nach jedem der vier Hochs auf die Handwerker*innen, den Architekten, die Finanziers und den Bauherrn wurde ein Glas Rotwein erhoben. Am Ende warf Zeller sein Glas vom Dach auf den Boden, wo es klirrend zu Bruch ging: „So wie es zerspringt in Scherben kurz und klein, ziehe Glück und Zufriedenheit in diesen Neubau ein.“
Zum Gebäude:
Das Architekturbüro Wulf aus Stuttgart hat das UNIT-Gebäude als viergeschossigen Holzhybridbau konzipiert. Die in die Gebäudehülle integrierte Photovoltaik-Fassade hat Pilotcharakter – vergleichbare Projekte gibt es in dieser Form bislang kaum. Geheizt und gekühlt wird über die Abwärme des Rechenzentrums, das im Untergeschoss entsteht. Eine Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ist angestrebt, alle Bauteile werden hinsichtlich ihrer CO₂-Emissionen optimiert.
Im Erdgeschoss entstehen neben der IT-Anlaufstelle auch Seminar- und Schulungsräume sowie temporäre Arbeitsplätze für Studierende. Die Obergeschosse nehmen Büroräume und offene Kommunikationszonen für die UNIT auf. Zwei Innenhöfe sorgen trotz der Gebäudetiefe für natürliches Licht. In seiner Lage zwischen den Stadtquadraten A5 und B6 verbindet der Neubau den bestehenden Campus mit dem geplanten Erweiterungsbereich im Friedrichspark.
Die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 43,3 Millionen Euro.
