Sonderausgabe der Zeitschrift Amerikastudien zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der USA

Mit den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag sind die USA und ihre Gründungsgeschichte weltweit in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Kaum ein historisches Datum wird in den Vereinigten Staaten allerdings so kontrovers diskutiert wie die Unterzeichnung der Unabhängigkeit 1776: Während das Datum für viele Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung symbolisiert, verweisen andere auf die Widersprüche der amerikanischen Gründungsgeschichte – insbesondere auf die Ausgrenzung von Frauen, versklavten Menschen und der indigenen Bevölkerung. Das Jubiläumsjahr macht deutlich, dass Auseinandersetzungen über Geschichte immer auch Auseinandersetzungen über Gegenwart und Zukunft einer Gesellschaft sind.
„Das Special Issue der Amerikastudien betrachtet mit Beiträgen aus Literatur-, Kultur-, Geschichts- und Politikwissenschaft, wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung seit über zwei Jahrhunderten immer wieder neu interpretiert, gefeiert, kritisiert und politisch instrumentalisiert wurde. 1776 ist kein statischer historischer Bezugspunkt, sondern ein kontinuierlich umkämpftes kulturelles Symbol“, erklärt die Mannheimer Amerikanistin Dr. Antonia Purk, die gemeinsam mit Dr. Alexandra Hartmann (Universität Paderborn) Gastherausgeberin dieser Ausgabe der Zeitschrift ist.
Das Sonderheft verbindet historische Perspektiven mit aktuellen Debatten und analysiert sowohl künstlerische Auseinandersetzungen als auch gegenwärtige politische Konflikte – von der Erinnerungskultur bis zu den Kulturkämpfen der Gegenwart. Die Zeitschrift ist über Open Access verfügbar.
Link zur Ausgabe: https://amst.winter-verlag.de/