Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Stanford-Beitrag greift Studie von MISES-Forschenden zur Zement-Dekarbonisierung auf

Forthcoming Paper von Stefan Reichelstein, Gunther Glenk und Rebecca Meier zeigt beträchtliche Emissionsreduktionen zu moderaten Kosten.

Eine aktuelle Studie von Stefan Reichelstein, Gunther Glenk und Rebecca Meier ist Grundlage eines Beitrags der Stanford Graduate School of Business, der in den Stanford Energy Insights als Headline erschienen ist.

Im Zentrum der Arbeit steht die Zementindustrie, die rund 8 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verursacht und als besonders schwer zu dekarbonisieren gilt. Entsprechend verbreitet ist die Annahme, dass tiefgreifende Emissionsreduktionen mit hohen Kosten verbunden sind.

Die Studie fokussiert sich auf dieses Thema und wählt einen anderen Zugang: Statt einzelne Technologien isoliert zu betrachten, analysieren die Forschenden deren Zusammenspiel. Das Ergebnis zeigt, dass bestimmte Kombinationen deutlich größere Emissionsminderungen ermöglichen, als bislang angenommen – bei vergleich­sweise moderaten Mehrkosten.

Für den europäischen Markt ergeben sich konkrete Befunde: Bei einem CO₂-Preis von etwa 85 Euro pro Tonne könnten Emissionen um rund ein Drittel reduziert werden. Steigt der Preis auf etwa 141 Euro, sind Reduktionen von bis zu 96 Prozent möglich – während die Produktions­kosten nur um rund 12 Prozent zunehmen. Frühere Studien hatten deutlich höhere Kostenanstiege prognostiziert.

Die Ergebnisse tragen dazu bei, grundlegende Annahmen in der klimapolitischen Debatte zu differenzieren. Zugleich bietet der Ansatz Unter­nehmen eine fundierte Grundlage, um die Mehrkosten emissionsärmerer Produktion zu bestimmen.

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