Universität Mannheim wirbt zwei Millionen Euro für Ausbau der Verbundforschung ein
Die Universität Mannheim hat im Rahmen einer Ende 2025 gestarteten Fundraisingkampagne bislang rund zwei Millionen Euro zur Stärkung der Verbundforschung eingeworben. Mit den Spenden baut die Universität gezielt Strukturen aus, die Forschende über Fächergrenzen hinweg zusammenbringen und Verbundprojekte voranbringen sollen.
Pressemitteilung vom 29. April 2026
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Als maßgebliche Fördernde haben sich bisher Dr. Hans-Peter Wild, Freudenberg SE, PERI SE, FUCHS SE, SAP SE, SNP Schneider-Neureither & Partner SE, Dr. Lorenz Näger und cbs Corporate Business Solutions GmbH an der Kampagne beteiligt, die auch 2026 weitergeführt wird.
„Wir sind unglaublich dankbar für die großzügigen Spenden und das große Vertrauen, das unsere Förder*innen damit in die Universität Mannheim setzen“, sagt Prof. Dr. Thomas Fetzer, Rektor der Universität Mannheim. „Internationale Spitzenforschung entsteht heute meist in großen Teams und Forschungsverbünden. Wenn wir unsere Forschungsstärke weiter ausbauen und im internationalen Wettbewerb sichtbar bleiben wollen, müssen wir gezielt in Strukturen investieren, die die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern“, so Fetzer weiter. „Die Unterstützung unserer Förder*innen gibt uns den notwendigen Spielraum, genau das zu tun.“
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das Center for Advanced Studies (CAS), das im Februar 2026 offiziell eröffnet wurde. Es bietet Professor*innen der Universität die Möglichkeit, im Rahmen eines sechsmonatigen Fellowships gemeinsam an innovativen Forschungsideen zu arbeiten. „Mit dem Center for Advanced Studies schaffen wir Freiräume für intensive Zusammenarbeit über Disziplinen hinweg“, sagt Fetzer. „Hier entstehen neue Kooperationen und Forschungsideen, die perspektivisch in größere Verbundprojekte wie Sonderforschungsbereiche oder Exzellenzcluster münden können.“ Pro Jahr werden bis zu zehn Fellowships vergeben, verteilt auf zwei Kohorten. Die erste Kohorte hat ihre Arbeit zum Frühjahrssemester 2026 aufgenommen. Bei der Finanzierung der Fellowships wird die Universität maßgeblich von Dr. Hans-Peter Wild unterstützt.
Weiterer Baustein zur Stärkung der Verbundforschung sind so genannte Inkubationsräume, die im Rahmen des neuen Förderprogramms UMAXplore entstehen und durch Spenden der Fundraisingkampagne finanziert werden. UMAXplore soll es Wissenschaftler*innen der Universität ermöglichen, konkrete Vorarbeiten für große gemeinsame Drittmittelprojekte zu leisten. Unterstützung erhalten sie unter anderem durch die Finanzierung von wissenschaftlichen Mitarbeitenden oder Inkubationsmanager*innen. Die Laufzeit der Förderung beträgt bis zu vier Jahre und ist damit längerfristig angelegt. Der Start des Programms ist für November 2026 vorgesehen.
Darüber hinaus hat die Universität Mannheim bereits 2025 in einem vom Rektorat initiierten und begleiteten partizipativen Strategieprozess ihre Forschungsschwerpunkte neu definiert. Vier Themenfelder bündeln künftig disziplinübergreifend wissenschaftliche Stärken der Universität und dienen als Ausgangspunkt für neue Kooperationen. Wissenschaftler*innen verschiedener Fachbereiche forschen dabei gemeinsam an der Frage, wie sich moderne Gesellschaften verstehen und so weiterentwickeln lassen, dass sie den Herausforderungen tiefgreifender gesellschaftlicher Transformationen gewachsen sind. Die vier neuen Forschungsschwerpunkte lauten: „Märkte und Unternehmen im Wandel“, „Ungleichheit, Demokratie und Gemeinwohl“, „Lernende Individuen, Organisationen, Gesellschaften und Kulturen“ sowie „Modelle, Methoden und Daten“.
„Mit unseren neuen Forschungsschwerpunkten, dem Center for Advanced Studies und Programmen wie UMAXplore schaffen wir Schritt für Schritt die Voraussetzungen für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen“, sagt Fetzer. „Wir entwickeln unsere Forschungsstrukturen weiter – und schaffen damit die Grundlage dafür, dass an der Universität Mannheim auch in Zukunft herausragende Forschung entstehen kann.“
Kontakt:
Linda Schädler
Pressesprecherin / Leiterin Kommunikation
Universität Mannheim
Telefon: +49 621 181-1434
E-Mail: schaedleruni-mannheim.de
