Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Jetzt wird es interaktiv: Online-Lehre mit dem ENGAGE.EU Virtual Campus

Der Virtual Campus ist eine digitale, immersive Lernumgebung, die allen Lehr­enden und Studierenden der zehn Partner­universitäten der Allianz kostenlos zur Verfügung steht.

Stellen Sie sich eine Online-Veranstaltung vor, bei der sich Studierende frei in einem Raum bewegen, sich unter­halten und Gruppen­arbeiten erledigen. Denn genau das fehlt der Online-Lehre am häufigsten: Echte Interaktion.

Eine Begegnung im virtuellen Raum kann so viel mehr sein als ein Video in der Onlinekonferenz: Mit einem Avatar bewegen sich Lehr­ende und Studierende in einer digitalen Lehr­umgebung, treffen auf andere Teilnehmende, diskutieren und lösen gemeinsam Aufgaben. Losgelöst von starren Kacheln entsteht eine immersive Form der Aufmerksamkeit und Präsenz, die Lehr­enden ganz neue Möglichkeiten eröffnet. 

Der ENGAGE.EU Virtual Campus ist eine dreidimensionale, immersive Lernumgebung. Entwickelt wurde sie federführend von der Wirtschafts­universität Wien (WU) in Kooperation mit ENGAGE.EU. Petra Oberhuemer, Leiterin der Digital Teaching Services an der WU und verantwortlich für den Virtual Campus, Mathias Dunst-Janko, zuständig für dessen Ausgestaltung sowie Andrea Ghoneim und weitere Kolleg*innen der Digital Teaching Services für Support und didaktische Begleitung, unter­stützen Lehr­ende bei der Entwicklung und Umsetzung von Lehr­szenarien.

Vom Escape Room bis zur Projektpräsentation

Ein solches Szenario wurde bereits erfolgreich beim Joint Certificate Programme in Global Sustainability Management in Form eines Escape Rooms erprobt: Eine kleine Gruppe Studierender steht in einem virtuellen Raum. Die Tür ist verschlossen. Nur die Lösung einer themenbezogenen Aufgabe öffnet den Weg in den nächsten Raum. Haben sie es geschafft, erhalten sie einen Zahlencode – und arbeiten sich Schritt für Schritt weiter. Das sorgt spielerisch für Wissensangleich­ung, fördert Teambuilding und motiviert durch Erfolgserlebnisse.

Weitere Einsatz­möglichkeiten sind:

  • Treasure Hunts zur Einführung in Kursstruktur und -inhalte
  • Gruppen­arbeiten in auditiv voneinander getrennten Bereichen (ähnlich Breakout-Rooms)
  • Aktivierende Icebreaker zum Kennenlernen und Networking
  • Interaktive Szenarien mit Projektpräsentationen
  • Integration von Whiteboards, Postern oder Galerien

An der WU wird ein ähnlicher Virtual Campus beispielsweise bereits genutzt, um externe Expert*innen aus Unter­nehmen einzuladen, denen die Studierenden ihre Projekte präsentieren.  

Aktivität statt Materialabfrage

„Die Stärke des Virtual Campus liegt im Synchronen. Lehr­ende und Studierende treffen sich dort für gemeinsame Aktivitäten“, erklärt Andrea Ghoneim. Hierin liegt auch die wichtigste Abgrenzung zu klassischen Lern­management­systemen wie Moodle oder ILIAS. Diese sind primär für asynchrone Formate konzipiert – Lehr­ende stellen Materialien bereit, Studierende bearbeiten sie zu einem anderen Zeitpunkt. Bei der neuen digitalen Lernumgebung liegt der Fokus auf immersiven Aktivitäten. 

Auch im Vergleich zu Web-Conferencing-Tools wie Zoom oder Microsoft Teams ist der Mehrwert deutlich: „Bei der Nutzung von Zoom ist die Versuchung groß, nebenher etwas anderes zu tun“, sagt Petra Oberhuemer. „Der Vorteil des Virtual Campus zeigt sich, wenn das didaktische Setting den Studierenden ein eigenes Tun abverlangt.“ 

Die Durchführung ist ganz simpel: Einzelne Einheiten können gezielt im Virtual Campus abgehalten werden, ohne die gesamte Veranstaltung umzustellen. Der 24/7-Bereich steht allen Nutzer*innen jederzeit zur Verfügung. Zudem lassen sich bereits bestehende Räume flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Niedrigschwelliger Einstieg und individuelle Unter­stützung 

Der Virtual Campus bietet einen 24/7-Bereich, den man nach kurzer Registrierung erkunden kann. Dort sind Begegnungen möglich, es gibt eine Ausstellung mit Infos zu den ENGAGE.EU-Partner­universitäten sowie konkreten Use Cases. Das Team der WU unter­stützt auch dabei, eigene Räume für ein spezifisches Lehr­szenario zu erstellen. Zudem gibt es die Möglichkeit nach einer kurzen Einführung Räume selbst zu gestalten.

Technisch arbeitet das Team mit einem deutschen Anbieter namens TriCAT zusammen. Die Plattform ist ISO 27001-zertifiziert, dem internationalen Standard für Informations­sicherheits-Management­systeme. Die Server stehen in Deutschland – was eine datenschutz­konforme Nutzung garanti­ert. 

Der Virtual Campus ist im Browser oder auch über VR-Brillen zugänglich. Er steht allen Lehr­enden und Studierenden der zehn Partner­universitäten der Allianz kostenlos zur Verfügung: https://www.wu.ac.at/en/engageeu-virtualcampus

Bis Ende März 2026 ist Mathias Dunst-Janko jeden Mittwoch von 10–11 Uhr im 24/7-Bereich anwesend und steht für Fragen zur Verfügung. 

Wenn Sie eine Idee für ein Lehr­szenario haben, wenden Sie sich gerne an das Projekt­team unter: infomail-engage-virtualcampus.eu.

Staff Training

Sie möchten den Virtual Campus kennenlernen? Im Rahmen des ENGAGE.EU Staff Trainings findet ein Workshop “Virtual Mobilities and Much More: Communicate and Collaborate in ENGAGE.EU’s Virtual Campus” am 10. und 17. April von 13 bis 15 Uhr statt. Weitere Informationen: https://www.wu.ac.at/engageeu-virtualcampus/workshop-virtual-mobilities.

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