Liebe im Wandel der Zeit

Mit seinem Buch Die Sprachen des Begehrens unternimmt Ulrich Kittstein, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Mannheim, eine Reise durch die Geschichte der deutschen Liebeslyrik – vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das Werk richtet sich sowohl an ein wissenschaftliches Publikum als auch an literarisch Interessierte.
Anhand ausgewählter Texte zeichnet Kittstein nach, wie sich Vorstellungen von Liebe und Begehren im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Seine Beispiele reichen von frühen Minneliedern wie „Dû bist mîn, ich bin dîn“ über die petrarkistische Dichtung des Barock und die Lyrik der Klassik und der Romantik bis in die jüngste Zeit. Dabei macht das Überblickswerk deutlich, wie eng literarische Darstellungen von Intimität mit kulturellen Normen, moralischen Vorstellungen und sozialen Ordnungen verknüpft sind.
Das Buch „Die Sprachen des Begehrens. Eine Geschichte der deutschen Liebeslyrik“ ist im März im Wallstein-Verlag erschienen.
