Ein Netzwerk für queere Kolleg*innen
Kaffee, Kuchen, Austausch: Seit über einem Jahr treffen sich queere Beschäftigte, Forschende und Lehrende alle sechs Wochen zur Queeren Kaffeepause – einem geschützten Raum ohne Agenda. Was als niedrigschwelliges Angebot begann, hat sich zum universitätsweiten Netzwerk entwickelt.

„Der Name ist Programm“, sagt Janina Walker-Emig, Studiengangsmanagerin in der Abteilung Rechtswissenschaft. „Eine Kaffeepause klingt nach einer lockeren Runde – und genau das ist sie auch. Sie ist ein Ort, an dem queere Kolleg*innen einfach und unkompliziert zusammenkommen.“
Gemeinsam mit Marcel Hörner (Stabsstelle Informationssicherheit) organisiert Walker-Emig die Initiative, die sich schnell zum festen Treffpunkt für queere Beschäftigte entwickelt hat. Doch was im März 2023 als niedrigschwelliges Angebot begann, wird nun mehr: ein Netzwerk, das über Kaffee und Kuchen hinaus Interessen bündelt und Sichtbarkeit schafft. „So können wir strategischer agieren“, betont Hörner, der die Queere Kaffeepause initiiert hat. „Wir bringen queere Menschen aus allen Bereichen zusammen – ganz im Sinne von ‚Teams verbinden – Selbstverständnis leben‘.“
CSD-Teilnahme und Patenschaften
„Die Kaffeepause bleibt natürlich unter dem Dach des Netzwerks bestehen“, bestätigt Hörner. Unterstützung erfahren sie auch direkt aus dem Rektorat: „Die Universität Mannheim steht hinter ihren queeren Beschäftigten. Diversität ist für uns gelebte Realität – und dieses Netzwerk ist ein wichtiger Baustein“, betont Rektor Prof. Dr. Thomas Fetzer.
Perspektivisch seien laut den beiden Organisator*innen weitere Formate denkbar – von der Teilnahme am Mannheimer Christopher Street Day bis hin zu einem Patenschaftsprogramm für neue queere Mitarbeitende. Der enge Austausch mit der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität funktioniere dabei sehr gut. „Das ist sehr wichtig, denn das Netzwerk lebt von den Ideen und dem Engagement seiner Mitglieder“, ergänzt Walker-Emig. „Es ist eine Einladung an alle: Bringt euch ein, gestaltet mit – ob mit neuen Formaten, der Organisation von Veranstaltungen oder einfach mit eurer Perspektive!“
Text: Patrick Kullmann / April 2026
