Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Fünf neue Ausstellungen an der Universität

Mit gleich fünf neuen Ausstellungen erweitert die Universität Mannheim ihr kulturelles Angebot im Schloss. Die Präsentationen greifen gesellschaft­lich relevante Themen ebenso auf wie regionale Kunstgeschichte und studentische Kreativität und Leistung.

„Ni una menos! – Keine einzige weniger“im Schneckenhofforum, Ostflügel
Den Auftakt macht die Ausstellung „Ni una menos! – Keine einzige weniger“ der Kunst- und Französischlehr­erin Marie Faour und ihres Kunst-Leistungs­kurses am Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer. Ausgehend von den Schicksalen von Frauen, die Opfer von Femiziden wurden – dar­unter die ugandische Marathonläuferin Rebecca Cheptegei –, entstanden eindrucksvolle Porträts, die den Betroffenen ein Gesicht geben und zu einer Auseinandersetzung mit Gewalt gegen Frauen anregen. Sechs Arbeiten der Aktion sind bis Anfang 2027 im Schneckenhofforum zu sehen.

Nachdem die sechs Porträts aufgehängt wurden und drei davon dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind, wurde die gesamte Ausstellung vorübergehend abgehängt. Ab dem 21. September sind alle Bilder wieder im Schneckenhofforum zu sehen. 

„Queer im Leben!“ im Ostflügel, Erdgeschoss
Im Grünen Flur zeigt die Universität die Ausstellung „Queer im Leben!“ des MARCHIVUM. Sie beleuchtet die Geschichte queerer Menschen in der Rhein-Neckar-Region – von frühen Treffpunkten und Netzwerken über die Verfolgung während der NS-Zeit bis hin zu Emanzipation und gesellschaft­licher Anerkennung. Ergänzt wird die von Dr. Andreas Schenk kuratierte Ausstellung durch die fotografische Installation „NOT ENOUGH“ des Künstlers Alexander Kästel. Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2027 zu sehen.

„Hall of Fame – Olympionik*innen und Weltmeister*innen der Universität Mannheim“ im Rektoratsflur, Ostflügel, Erdgeschoss (später EO-Flur, 1. OG)
Sportliche Höchstleistungen rückt die neue „Hall of Fame – Olympionik*innen und Weltmeister*innen der Universität Mannheim“ in den Mittelpunkt. Die Präsentation würdigt Studierende und Alumni der Universität, die auf internationaler Bühne herausragende Erfolge erzielt haben und macht die lange Tradition des Spitzensports an der Universität sichtbar. Die Porträts sind zunächst im Roten Rektoratsflur und dann im nächsten Jahr im EO-Flur zu sehen. 

„Mein Detox“ im EO-Flur, 1. OG
Einen Einblick in die kreative Vielfalt der Studierenden bietet der Absolventum Photo-Contest 2026. Unter dem Motto „Mein Detox“ setzen sich die Teilnehmer*innen fotografisch mit Entschleunigung, Erholung und dem bewussten Rückzug vom Alltag auseinander. Die ausgewählten Arbeiten sind bis zum 26. Februar 2027 im EO-Flur ausgestellt.

„Fläche. Form. Material“ im Verwaltungs­trakt der Universitäts­bibliothek
Die Ausstellung „Fläche. Form. Material“ richtet den Blick auf die Entwicklung und Vielfalt abstrakter Malerei in Mannheim. Im Verwaltungs­trakt der Universitäts­bibliothek werden Werke von Gabriele Dahms (1944–1999), Peter Schnatz (1940–2004) und Edgar Schmandt (1929–2019) präsentiert. Die Ausstellung zeigt die künstlerischen Verbindungen der drei befreundeten Künstler*innen und eröffnet unter­schiedliche Perspektiven auf Farbe, Form und Material. Im Mittelpunkt stehen die monochromen Arbeiten von Gabriele Dahms. Ergänzt werden diese durch die geometrischen und gestischen Kompositionen von Peter Schnatz sowie die materialbetonten Arbeiten Edgar Schmandts. Sämtliche Werke sind Leihgaben der Stiftung Künstlernachlässe Mannheim, die seit zwei Jahrzehnten das künstlerische Erbe regionaler Kunstschaffender bewahrt und vermittelt.

Mit den fünf Ausstellungen unter­streicht die Universität Mannheim ihren Anspruch, ihre historischen Schlossräume als lebendige Orte der Begegnung zwischen Wissenschaft, Kunst und gesellschaft­lichem Dialog zu gestalten. Die Ausstellungen können während der Öffnungs­zeiten des Mannheimer Schlosses kostenfrei besucht werden.

Nähere Informationen zum Thema Kunst an der Universität Mannheim finden Sie auf Webseite „Ausstellungen und Kunst“.

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