Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Moralische Panik rund um TikTok & Co.?

Warum findet ein mögliches Nutzungs­verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige eine so breite Unter­stützung in der Bevölkerung – obwohl der wissenschaft­liche Forschungs­stand zu den Wirkungen sozialer Medien ein differenziertes Bild zeichnet? Die Mannheimer Kommunikations­wissenschaft­lerin Sarah Geber bekommt 600.000 Euro, um den Einfluss medialer Bericht­erstattung rund um das mögliche Nutzungs­verbot zu unter­suchen.

Australien, Großbritannien, Indonesien: Immer mehr Länder weltweit haben bereits ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt oder diskutieren entsprechende Regelungen. Auch in Deutschland stoßen ähnliche Ideen auf große Zustimmung. Ob Eltern oder Lehr­kräfte – viele Menschen teilen die Ansicht, dass soziale Medien Kindern und Jugendlichen schaden können, etwa ihrer psychischen Gesundheit, ihrem Wohlbefinden oder ihren sozialen Beziehungen, und dass ein Verbot die richtige Maßnahme ist. Doch wie ist diese weit verbreitete Haltung entstanden? Und welche Rolle spielen Nachrichtenmedien dabei?

Diesen Fragen widmet sich die Mannheimer Kommunikations­wissenschaft­lerin Prof. Dr. Sarah Geber in ihrem neuen Forschungs­projekt, das von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) mit rund 600.000 Euro gefördert wird und im September 2026 startet. Unter dem Titel „Moralische Panik als kommunikativer Frame: Dynamiken der Meinungs­bildung zur Social-Media-Regulierung“ unter­sucht das Projekt, wie beispielsweise Zeitungs­artikel oder Online-Nachrichten zur Wahrnehmung sozialer Medien beitragen und welche Folgen dies für Einstellungen und Regulierungs­präferenzen in Deutschland hat.

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