Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Studie zu Online-Therapie-Angebot für Jugendliche mit Angst- und depressiven Störungen

Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) fördert mit ca. 600.000 Euro eine Studie der Mannheimer Psychologin Prof. Dr. Tina In-Albon, die das Psychotherapie-Angebot für Jugendliche verbessern soll.

Angst- und depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Jugendalter und die Zahl der Betroffenen steigt. Zudem erhöhen beide Erkrankungen gegenseitig das Risiko für die jeweils andere Störung. In Deutschland erhalten jedoch nur ca. 10 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die unter behandlungs­bedürftigen Störungen leiden, eine adäquate Behandlung. Online-Therapie-Angebote stellen eine Möglichkeit dar, mehr Behandlungen durchzuführen – insbesondere, da Jugendliche offen für technologische Lösungen sind. 

Ob Online-Therapie-Angebote für Jugendliche mit Angst- und depressiven Störungen wirksam sind, wurde bisher für den deutschsprach­igen Raum nicht gezielt unter­sucht. Hier setzt die neue Studie an. Gleich­zeitig soll sie die Wirksamkeit eines trans­diagnostischen Behandlungs­ansatzes prüfen, der Faktoren in den Fokus rückt, die bei verschiedenen psychischen Problemen eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Schwierigkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen und Emotionen.

Tina In-Albon, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universität Mannheim, führt die Studie „Trans­diagnostic guided online treatment for adolescents with anxiety and depressive disorders: a randomized controlled trial“ zusammen mit Dr. Daniela Schwarz von der RPTU Kaiserslautern-Landau durch. Jugendliche im Alter von 14 bis 18 erhalten zehn Online-Sitzungen mit einer Gesamtdauer von acht bis zwölf Wochen und werden dabei von E-Coaches begleitet. Die Studie wird zeitnah beginnen und läuft über drei Jahre.

Zurück