Verschiedene bunte Comicköpfe sind oben und unten in zwei Reihen zu sehen. Dazwischen steht: Fit für die Zukunft. Die Forschungsstrategie der Uni Mannheim.

Trash People ziehen ins Schloss

Zwei Wochen lang stellt der Aktions­künstler HA Schult seine Trash People (Müllmenschen) im Herbst in der Universität Mannheim aus.

Seit Mitte der 1990er Jahre sind die Müllskulpturen von HA Schult überall auf der Welt zu sehen. Mit diesen möchte der 87-jährige Künstler verdeutlichen, dass Umwelt­probleme in jedem Land mit den dortigen wirtschaft­lichen und gesellschaft­lichen Bedingungen verbunden sind. Darüber hinaus sagt er: „Die Reise meiner Skulpturen hat gezeigt, dass ein Kind in Peking, ein Kind in Moskau oder ein Kind in Washington D. C. gleich­ermaßen die Botschaft besser versteht als manche Personen, die umweltpolitische Kongresse veranstalten.“

Fast einmal um die Welt sind die Trash People seither gereist: Sie standen schon auf der Chinesischen Mauer, auf der Piazza del Popolo in Rom, vor den Pyramiden von Gizeh, in New York und auf dem Roten Platz in Moskau. Nun werden einige von ihnen zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Wanderschaft ab Ende September für zwei Wochen ins Schloss ziehen. „Mehrere der Trash People stellen wir im Haupteingang sowie im Rektorats- und im Wirtschafts­innenhof aus“, erklärt Kunstbeauftragter Dr. Benedikt Kastner, der die Ausstellung kuratiert und maßgeblich organisiert hat.

Der Auftritt seiner Kunst in Mannheim ist für HA Schult auch gleich­zeitig eine Heimkehr: „Bereits 1975 habe ich im Rahmen der legendären Ausstellung ,Der ausgesparte Mensch‘ in der Kunsthalle Mannheim meine biokinetischen Picture Boxes gezeigt“, sagt der Künstler. Im Sommer 2026 waren zudem Dutzende seiner Trash People auf dem ehemaligen Fahrgastschiff MS Kurpfalz zu sehen. Das Schiff wird als schwimmendes Kunst­projekt MS Rheingeist in den nächsten Jahren mit den Müllmenschen und Porträts der Serie Hotel Europa durch Europa auf Reise gehen.

Die Ausstellung der Universität läuft vom 28. September bis zum 15. Oktober 2026. Gefördert wird sie unter anderem von den Freunden der Universität Mannheim (FUM), der Stiftung Universität Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar.

Text: Luisa Gebhardt / August 2026

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Spendenaktion: Kunst-Raum schaffen

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