An einer weißen Wand sind abstrakte Gemälde ausgestellt, hauptsächlich in blauen Farbtönen.

Ausstellungs­serien

Fläche. Form. Material

Gabriele Dahms, Peter Schnatz und Edgar Schmandt 

Die Ausstellung verbindet die Werke der drei Mannheimer Künstler*innen Gabriele Dahms (1944–1999), Peter Schnatz (1940–2004) und Edgar Schmandt (1929–2019), die neben einer persönlichen Freundschaft auch die Auseinandersetzung mit abstrakter Malerei verband. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Gabriele Dahms, deren monochrome Farbflächen ab den 1980er Jahren von ihrer Beschäftigung mit asiatischen Religionen, insbesondere dem Taoismus, geprägt sind. Materialität und reduzierte Formen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Die Werke von Peter Schnatz und Edgar Schmandt ergänzen diese Positionen um weitere Facetten abstrakter Malerei: Während Schnatz mit geometrischen Formen und gestischer Malerei arbeitete, setzte sich Schmandt intensiv mit Material, Struktur und seriellen Arbeits­weisen auseinander. Die Ausstellung ist im Verwaltungs­trakt der UB im Schloss Ostflügel zu sehen. 

Alle Werke sind Leihgaben der Stiftung Künstlernachlässe Mannheim. 


Ni una menos! – Keine einzige weniger

Gewalt gegen Frauen sichtbar machen und den Opfern ein Gesicht geben: Aus dieser Motivation entstand das Kunst­projekt von Marie Faour, Kunst- und Französischlehr­erin am Ubbo-Emmius-Gymnasium in Leer, und ihrem Kunst-Leistungs­kurs. Angeregt durch das Schicksal der ugandischen Marathonläuferin Rebecca Cheptegei und weiterer Opfer von Femiziden setzten sich die Schüler*innen künstlerisch mit den betroffenen Frauen und ihren Lebens­geschichten auseinander.

Die Ausstellung „Ni una menos! – Keine einzige weniger“ verbindet Kunst, Erinnerung und gesellschaft­liches Engagement. Die entstandenen Porträts machen die oft namenlosen Opfer sichtbar und laden zur Auseinandersetzung mit Gewalt gegen Frauen ein. Sechs Arbeiten der Aktion sind bis Anfang des neuen Jahres im Schneckenhofforum (ehemals Hays Forum) im Mannheimer Schloss zu sehen.


Queer im Leben!

Die Ausstellung „Queer im Leben!“ des MARCHIVUM beleuchtet die Geschichte queerer Menschen in der Rhein-Neckar-Region – von Verfolgung und Ausgrenzung bis hin zu Emanzipation und gesellschaft­licher Anerkennung. Bereits in den 1910er und 1920er Jahren gab es in Mannheim queere Treffpunkte, Gruppen, Zeitschriften und Filme. Während der NS-Zeit wurden queere Menschen verfolgt, viele kamen ums Leben. Die Ausstellung erinnert an diese Geschichten und macht zugleich die Vielfalt queeren Lebens sichtbar.

Die von Dr. Andreas Schenk kuratierte Ausstellung zeigt Biografien, queere Orte und Stationen der Bewegung für Gleich­berechtigung. Ergänzt wird sie durch die fotografische Installation „NOT ENOUGH“ des Künstlers und Fotografen Alexander Kästel. „Queer im Leben!“ ist bis Ende Januar 2027 im grünen Flur im Schloss Ostflügel zu sehen. 


Wall of Fame: Spitzensportler*innen der Universität Mannheim 

Die Wall of Fame der Universität Mannheim würdigt Studierende, die den Weg an die Weltspitze des Sports geschafft haben: Ob bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften – diese Sportler*innen haben mit außergewöhnlichem Einsatz, Disziplin und Leidenschaft sportliche Höchstleistungen erreicht. Gleich­zeitig haben sie ihre akademische Laufbahn an der Universität Mannheim verfolgt und damit gezeigt, dass sich Spitzensport und Studium verbinden lassen. 

Die Präsentation gibt Einblicke in die beeindruckenden Karrieren von Studierenden und steht zugleich für die langjährige Förderung des Spitzensports an der Universität Mannheim. Die Ausstellung ist zunächst im Rektoratsflur im Schloss Ostflügel zu sehen und wechselt im nächsten Jahr in den EO-Flur. 


Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Die Universitäts­bibliothek Mannheim zeigt in Zusammenarbeit mit der Beauftragten für Chancen­gleich­heit der Universität Mannheim die Ausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ im Ausleihzentrum Schloss Westflügel.

Die Ausstellung bietet Einblicke in das Leben und Wirken von Frauen, die sich gegen Unrecht und Unter­drückung im Nationalsozialismus gestellt haben. Sie stellt achtzehn Frauen vor, die jüdischen Bürgerinnen und Bürgern halfen, gefälschte Papiere besorgten, Aktionen des Widerstands organisierten oder Schriften verteilten. Die Ausstellung stellt prominente und wenig bekannte Frauen aus allen sozialen Gruppen und politischen Lagern vor. Sie zeigt, wie vielschichtig der Widerstand aussah und welche Bedeutung seine Geschichte noch für uns heute hat. 


Horst Hamann – 5 Stationen

Wie geschaffen scheint das Schloss mit seinen hohen Wänden und weiten Fluren für Horst Hamanns Panoramaaufnahmen. Seit Juni 2014 zeigt die Universität Mannheim hier rund 70 Werke des Mannheimers.

Der internationale Durchbruch gelang dem Fotografen in New York. Mit „New York Vertical“ fing er die Metropole aus einer völlig neuen Perspektive ein. Das Panoramaformat – ob senkrecht oder horizontal – spielt, so wie seine zweite Heimat USA, eine wichtige Rolle in seinem Schaffen.

Die Ausstellung „5 Stationen“ an der Universität Mannheim zeigt einige seiner wichtigsten Panoramawerke. Sie geht zugleich zurück zu seinen Anfängen und zeigt auch Mannheim im extremen Bildformat.

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Robert Häusser – Lebens-Räume

Schwarz-weiß und menschenleer stellen sich Landschaft und Bauten den Betrachtenden in Häussers Fotografien entgegen und zeigen Perspektiven und Licht­verhältnisse, die mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar wären.

Im Februar 2011 wurde die Ausstellung „Lebens-Räume“ des Wahl-Mannheimers Robert Häusser im 1. OG des Ostflügels des Schlosses in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen eröffnet.

19 großformatige Bilder seiner Werk­gruppe „Behausungen“ sind hier zu sehen.

Der international bekannte Fotograf der Nachkriegszeit wurde 1995 als erster Deutscher mit dem „Hasselblad-Award“ ausgezeichnet, der als „Nobelpreis der Fotografie“ gilt.

  • weitere Informationen zu Robert Häusser

    Der zeitgenössische Künstler begann schon als Jugendlicher zu fotografieren und entwickelte bereits sehr früh eine eigene Bildauffassung. An der Grenze zwischen Natur und Zivilisation setzte er bereits in jungen Jahren Inhalt und Form seiner Werke in ständige Wechsel­wirkung zueinander. Viele der beinahe ausschließlich schwarz-weiß gestalteten Werke griffen späteren Kunstrichtungen vor.

    Aus Häussers Kompositionen sprechen häufig Themen wie Melancholie, Vergänglichkeit und Einsamkeit, was sich auf das Leiden seiner Familie unter dem Nationalsozialismus in Verbindung setzen lässt. In frühen Bildern sind daher selten Menschen zu sehen. Eine gedankliche Nähe besteht zu Künstlern wie Caspar David Friedrich, Edward Hopper und Giorgio de Chirico.

    All seine mehr als 64.000 Fotos, Farbdias und Negative hat er 2003 dem „Forum Internationale Photographie (FIP)“ der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen übergeben. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Forums, Dr. Claude Sui, hat er 19 Bilder für die Ausstellung im Mannheimer Schloss ausgewählt.