GBP-Monitor Juli: Mehr Bürokratie statt mehr Lohngerechtigkeit

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll sicherstellen, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden. Anders als das bisherige deutsche Entgelttransparenzgesetz gelten die Transparenzansprüche künftig unabhängig von der Unternehmensgröße. Zusätzlich werden für Unternehmen ab 100 Beschäftigten schrittweise neue Berichtspflichten zu geschlechtsspezifischen Entgeltunterschieden eingeführt.
Die aktuelle Umfrage des German Business Panel untersucht, wie deutsche Unternehmen auf diese neuen Anforderungen blicken und welche Veränderungen sie erwarten.
Ein zentrales Ergebnis: Die Bewertung der Richtlinie hängt eng mit der Einschätzung der aktuellen Wirtschaftspolitik zusammen. Unternehmen, die mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zufrieden sind, beurteilen auch die Richtlinie deutlich positiver. Umgekehrt lehnen Unternehmen, die die Wirtschaftspolitik vor allem mit Wachstumshemmnissen und zusätzlicher Bürokratie verbinden, auch die Richtlinie häufiger ab. So sprechen sich 54 Prozent der wirtschaftspolitisch Unzufriedenen gegen die neuen Vorgaben aus.
