Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Internationaler Frauentag 2024

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, wird weltweit auf die Belange von Frauen und Mädchen in all ihrer Vielfalt aufmerksam gemacht. Auch in Deutschland ist die Gleich­berechtigung aller Geschlechter noch lange nicht erreicht. Dies zeigt etwa der zu letztem Jahr unveränderte Gender Pay Gap: Frauen verdienen laut Angaben des Statistischen Bundes­amts immer noch 18 Prozent weniger als Männer.

Das diesjährige Motto des internationalen Frauentages lautet Inspire Inclusion (dt. Inklusion inspirieren). Ziel ist es, eine intersektionale Perspektive zu eröffnen und eine größere Sichtbarkeit von Frauen mit Behinderungen zu schaffen. Eine Studie von Aktion Mensch zu Frauen mit Schwerbehinderung hat gezeigt, dass neben häufig generell geringem beruflichem Einkommen von Menschen mit Schwerbehinderung deutliche Verdienst­unter­schiede zwischen Frauen und Männern existieren. Mehr Teilhabe für Frauen können etwa flexible Arbeits­zeit­modelle oder barrierefreie Weiterbildungs­möglichkeiten schaffen.

Strukturelle Ungleich­heiten existieren auch im Wissenschafts­system, wie etwa die Leaky Pipeline zeigt. So haben aktuelle Statistiken der Universität Mannheim bestätigt, dass der Anteil an Wissenschaft­lerinnen bei den Postdocs noch bei starken 43 Prozent liegt, er jedoch bei den Junior­professuren auf 37 Prozent und bei den Professuren auf 22 Prozent absinkt. Einer der zentralen Gründe für dieses Phänomen ist weiterhin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dies hat auch die Professorin Claudia Goldin der Harvard University in ihrer Forschung zu geschlechter­spezifischen Unter­schieden auf dem amerikanischen Arbeits­markt (PDF) bewiesen: Etwa steigen, laut Godin, die Verdienst­unter­schiede nach der Geburt des ersten Kindes an, obwohl Frauen oft ein höheres Bildungs­niveau haben als Männer. Im Oktober letzten Jahres erhielt sie für ihre Arbeit den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschafts­wissenschaften.

Gleich­stellung an der Universität Mannheim

Für uns als Universität Mannheim ist die Gleich­stellung von Frauen und Männern ein wichtiges hochschul­politisches Ziel. Um dem oben beschriebenen Phänomen entgegenzuwirken, setzen wir u. a. die folgenden Maßnahmen um:

  • die institutionelle Stärkung der Gleich­stellungs­arbeit durch Ansiedlung auf Leitungs­ebene im Prorektorat
  • die Förderung von Wissenschaft­lerinnen in der frühen Karriere­phase durch Über­brückungs­finanzierungen und Programme
  • den Ausbau der evidenz­basierten Gleich­stellungs­arbeit, unter anderem durch ein Gender-Monitoring-System
  • die Verbesserung der Vereinbarkeit von Studium, Beruf, Wissenschaft und Familie, zum Beispiel durch Beratung, Teilzeit, Telearbeit, Ad-hoc-Kinderbetreuung, Belegplätze im Kinderhaus und vieles mehr
  • der Kooperation mit dem Wissenschaft­lerinnen­netzwerk WUMAN

Besuchen Sie für weitere Informationen zu Gleich­stellungs- und Diversitätsthemen die neue Webseite Diversity an der Uni Mannheim sowie die Webseiten der Stabstelle Gleich­stellung und soziale Vielfalt, der Beauftragten für Chancen­gerechtigkeit, der Schwerbehindertenvertretung und der Gleich­stellungs­beauftragten der Universität.

Mannheimer Veranstaltungen am 8. März

Weitere Veranstaltungs­hinweise rund um den internationalen Frauentag und zu feministischen Themen finden Sie im Veranstaltungs­kalender „MannHeim als FrauenOrt“ der Stadt Mannheim.

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