Verschiedene bunte Comicköpfe sind oben und unten in zwei Reihen zu sehen. Dazwischen steht: Fit für die Zukunft. Die Forschungsstrategie der Uni Mannheim.

Expertise für starke Forschung

Neun Mitglieder, vielfältige Aufgaben: Die im April 2025 neu gegründete Forschungs­strategie­kommission (ForSK) der Universität Mannheim bildet einen zentralen Baustein innerhalb der Forschungs­strategie. Sie agiert als strategisches Beratungs­gremium des Rektorats und unter­stützt Forschende bei Verbundanträgen.

„Forschung ist eine der Hauptaufgaben einer Universität“, betont Prof. Dr. Dirk Simons, Inhaber des Lehr­stuhls für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre und Rechnungs­wesen sowie Mitglied der Forschungs­strategie­kommission (ForSK). „Das kann im Alltag von Forschenden, der mit vielen Tätigkeiten und Aufgaben gefüllt ist, schnell mal unter­gehen.“ Er engagiere sich daher in der ForSK, um den Erfolg der Universität Mannheim bei großen deutschen und europäischen Verbund­projekten zu fördern. „Ich finde es wichtig, Erfahrungen aus den verschiedensten Bereichen zu bündeln und die Umsetzung unserer Forschungs­strategie voranzutreiben.“

Neben Simons gehören noch fünf weitere Professor*innen der ForSK an, die sich mindestens viermal pro Jahr zusammensetzen: Sabine Carey, Stefanie Egidy, Eckhard Janeba, Heiner Stuckenschmidt und Thomas Wortmann. „Pro Fakultät ist ein*e forschungs­starke*r Professor*in vertreten, um möglichst viel Expertise zu bündeln“, erklärt Dr. Silvia Luber, die sich im Dezernat I um Forschungs­förderung kümmert und für die Gremienbetreuung der ForSK zuständig ist. Ergänzt wird die Kommission von Dr. Ruben Bach (Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung) als Vertreter der akademischen Mitarbeitenden und der studentischen Vertreterin Freya Rauls. Die Leitung hat Prof. Dr. Jutta Mata, Prorektorin für Forschung und wissenschaft­liche Karrierewege, inne.

„Verbundanträge noch stärker machen“

Seit ihrer Gründung beschäftigt sich die ForSK mit Maßnahmen zur Umsetzung der Forschungs­strategie: „Sie berät das Rektorat in strategischen Fragen, beispielsweise bei der Entwicklung der vier neuen Forschungs­schwerpunkte der Universität. Auch an der Realisierung von UMAXplore ist sie beteiligt“, zählt Mata auf. Ein Ziel ist, die Kommission in Antragsideen und -verfahren von Verbund­projekten einzubinden. Antragstellende werden zu den Sitzungen eingeladen, um den Mitgliedern ihre Vorhaben vorzustellen und von deren Expertise zu profitieren. „Damit möchten wir die Verbundanträge noch stärker machen – weniger auf inhaltlicher, sondern mehr auf strategischer Ebene“, ergänzt ForSK-Mitglied Egidy.

Als Vertreter des akademischen Mittelbaus bringt Bach die Erfahrungen und den Blick von Forschenden in der frühen Karriere­phase ein: „Ich möchte dazu beitragen, die strategische Ausrichtung der Universität im Bereich Forschung mitzugestalten. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, über die Grenzen meines eigenen Fachs hinauszublicken und gemeinsam gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Forschung noch innovativer, sichtbarer und wirkungs­voller wird“, erklärt er seine Motivation. Forschende in der frühen Karriere­phase wie er stünden häufig an der Schnittstelle zwischen etablierten Forschungs­strukturen und neuen wissenschaft­lichen Entwicklungen, weshalb ihre Impulse bestehende Perspektiven erweitern und strategische Diskussionen bereichern können, führt er weiter aus.

Bedingungen nachhaltig verbessern

Im April 2025 hat die ForSK, deren Gründung bereits im 2023 verabschiedeten Struktur- und Entwicklungs­plan der Universität vorgesehen war, ihre Arbeit aufgenommen. „Sie wird nicht nur den Gesamtprozess hin zum nächsten großen Etappenziel – einem Exzellenzantrag – begleiten, sondern auch darüber hinaus bestehen bleiben, um eine langfristige Strategie­entwicklung zu gewährleisten“, erklärt Rektor Prof. Dr. Thomas Fetzer. „Wir wollen nachhaltig die Rahmenbedingungen für Forschung an der Universität Mannheim verbessern, um erfolgreiche Einzel- und Verbundforschung zu ermöglichen. Insbesondere auch bei der Vorbereitung großer Forschungs­anträge sollen die Expert*innen der Kommission unter­stützen.“

Die aktuellen Mitglieder sind, bis auf die studentische Vertretung, im Einvernehmen mit dem Senat vom Rektor in ihr Amt bestellt worden. Die Amtszeit von Bach sowie Janeba, Wortmann und Stuckenschmidt läuft zunächst bis Juli 2027; Carey, Egidy und Simons bleiben bis Juli 2029. „Es ist uns wichtig, dass die Amtszeiten der ForSK-Mitglieder länger andauern als die eines dreijährigen Prorektorats. So stellen wir sicher, dass bei Amtswechseln möglichst wenig Expertise verloren geht“, erklärt Mata. Rauls, die VWL im Master studiert, ist vom Fach­schafts­rat als beratendes Mitglied vorgeschlagen worden – ihre Amtszeit wurde bereits um ein Jahr verlängert und endet ebenfalls im Juli 2027.

„Ich bin gern Teil der Kommission, weil ich es für sehr wichtig halte, die Vertretung der Studierenden­schaft ernst zu nehmen und in jeder Möglichkeit auszuleben. Gerade wenn es um langfristige Planung geht, können vor allem künftige Generationen von Studierenden profitieren – dafür setze ich mich gerne ein“, schildert Rauls die Motivation hinter ihrem Engagement. „Zudem bin ich persönlich interessiert an den thematischen Einblicken, die ich im normalen Studien­alltag nicht bekommen würde“, fügt sie hinzu.

Text: Jessica Scholich / August 2026