Afham Uddin Sheikh / Foto: Leah Kratschmann

“Ich wollte so gerne an der Universität Mannheim studieren, dass ich mitten in der Nacht aufgestanden bin, um mich als Erster zu bewerben”

Afham Uddin Sheikh ist 26 Jahre alt und kommt aus Karatschi in Pakistan. Er studiert im zweiten Semester den Mannheim Master in Data Science. Er bewarb sich drei Mal an der Universität Mannheim, bevor er angenommen wurde. In seiner myUniMA story erzählt er, warum seine Tante und sein Onkel eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen, warum er unbedingt in Mannheim studieren wollte und was er an Deutschland mag.

Warum hast du dich für einen Master in Mannheim entschieden?

Meine Tante lebt in Deutschland und studiert den Master Wirtschafts­informatik an der Universität Mannheim. Immer, wenn wir telefoniert haben, hat sich mich erm­untert, mich auch hier zu bewerben. Sie erzählte mir vom guten Ruf der Universität und wie gut die Kurse und Professoren seien. 2014 entschied ich dann, dass ich, wenn ich einmal meinen Master mache, an der Universität Mannheim studieren werde.

Also war die Universität Mannheim die erste Wahl für deinen Master?

Ja, die Universität Mannheim war immer meine erste und einzige Wahl. Das liegt daran, dass der Mannheim Master in Data Science die Bereiche Business, Analytics und Computer Science abdeckt und dies alles Felder sind, für die ich mich interessiere. Außerdem unterstützen meine Tante und mein Onkel mich hier in Deutschland. Das finde ich wichtig, denn bevor ich mit dem Studium hier anfing, war ich noch nie hier.

Wie gefällt dir dein Studium in Mannheim?

Mein Studium macht mir viel Spaß. Die Atmosphäre ist richtig gut, sodass man immer Lust hat zu lernen. Wissen im Bereich Data Science wird heute so oft verlangt. Und ich wollte mehr darüber erfahren, wie Daten unsere Art über Probleme zu denken verändern. Zudem sind die bieten die Kursinhalte der Professoren eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Ich hoffe, dass der Mannheim Master in Data Science bald eine Spitzenposition bei den universitären Rankings einnimmt.

Wann hast du dich zum ersten Mal für die Universität Mannheim beworben?

Zum ersten Mal habe ich mich bereits 2016 nach meinem Bachelor-Abschluss in Computer Science in Pakistan in Mannheim beworben. Ich bewarb mich für den Master in Wirtschafts­informatik, wurde aber leider abgelehnt. Dann habe ich angefangen als Software-Ingenieur und Leiter eines Teams für mobile Anwendungen in einer privaten Software-Entwicklungs­organisation in Pakistan zu arbeiten. Danach habe ich mich noch zwei Mal beworben und letztes Jahr wurde ich schließlich für den Mannheim Master in Data Science angenommen. Ich wollte so gerne an der Universität Mannheim studieren, dass ich mitten in der Nacht aufgestanden bin, um mich als Erster zu bewerben. Als ich die E-Mail mit der Zusage erhielt, war ich sehr glücklich. Ich denke, dass auch meine Eltern sehr stolz auf mich waren. Ich wurde als einer von 15 Studierenden angenommen, 900 hatten sich beworben. Darauf bin ich sehr stolz.

Magst du Deutschland?

Ja, ich mag Deutschland und besonders Mannheim. Die Menschen hier sind immer bereit, den Studierenden zu helfen. Und ich bin beeindruckt, wie schön und vor allem grün Deutschland ist. Mein Onkel hat mir viel von Deutschland gezeigt, zum Beispiel Frankfurt und die Hochhäuser dort. Und ich war in Karlsruhe und reise bald nach München, um dort einen Freund zu besuchen. Er kommt auch aus Pakistan und studiert in Mannheim. Gerade macht er ein Praktikum.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich möchte unbedingt Deutsch lernen und versuche, meine Sprach­fähigkeiten durch Lesen zu verbessern. Außerdem hilft mir der Austausch mit Einheimischen, meinen Wortschatz zu vergrößern. Ich lerne auch gerne den Umgang mit neuen Technologien, die mit meinem Studium zu tun haben. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden und probiere neue Rezepte aus, um meine Kochkünste zu verbessern.

Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland und Pakistan?

In meiner Kultur ist es üblich, dass die ganze Familie zusammenlebt. Für uns ist das wichtig, damit wir uns gegenseitig helfen können. Das vermisse ich hier. Aber wenn ich meine Eltern vermisse, rufe ich sie einfach an und wir unterhalten uns ein bisschen. Als ich neu in Deutschland war, hat mich das Wetter am meisten verwirrt: An einem Tag ist es warm, am nächsten kalt. In meinem Land ist das anders: Morgens ist es kühl und frisch, mittags heiß, am Abend wird es wieder frisch und nachts ist es kalt. In Deutschland habe ich immer einen Regenschirm dabei, denn man weiß nie, ob es nicht noch regnet.

Hast du schon Pläne für die Zeit nach deinem Abschluss?

Ich möchte in Deutschland arbeiten und meine berufliche Karriere hier fortsetzen. Nach zwei Jahren Studium in Mannheim habe ich hier so viele Freunde und kenne so viele deutsche und internationale Studierende, das möchte ich nicht aufgeben.

Möchtest du noch etwas sagen?

An alle, die darüber nachdenken, sich an der Universität Mannheim zu bewerben: Zögert nicht, bewerbt euch einfach!

Text: Luisa Gebhardt / Juni 2020