Foto: Anna Logue

Geschichte

Berufsperspektiven nach Abschluss des Studiums

Als Absolventin oder Absolvent eines Studiums der Geschichte können Sie aus einem breiten Spektrum an Berufen wählen.  Zu den klassischen Tätigkeits­feldern zählt die Arbeit in Museen, Archiven und Wissenschafts­verlagen. Auch Geschichtsvermittlung in Bildungs­einrichtungen oder kulturellen Institutionen ist eine Option. Darüber hinaus bieten sich Jobs in der Öffentlichkeits­arbeit, dem Kultur­management, dem Verlagswesen oder dem Journalismus an.
Im Studium erlangen Sie Schlüssel­qualifikationen wie Recherche­kompetenz, Präsentations­kompetenz, Analyse­fähigkeit, komplexes Denken und kritische Reflexion. Damit qualifizieren Sie sich für eine große Zahl an Berufsbildern in Kultur­einrichtungen, der freien Wirtschaft oder in öffentlichen Institutionen.

Mögliche Laufbahnen

Mit einem Abschluss in Geschichte können Sie in vielen Branchen einsteigen. Eine umfassende Auflistung ist daher nicht möglich. Hier einige typische Laufbahnen:

  • Museen

    Die Arbeit in Museen, Gedenkstätten oder Galerien gehört zu einem klassischen Arbeits­feld für Historikerinnen und Historiker. Sie sammeln, bewahren, forschen, stellen aus und vermitteln Inhalte. Innerhalb eines Museums bieten sich, je nach inhaltlicher Ausrichtung und Größe der Einrichtung, diverse Arbeits­felder an. Dazu gehören Kuration, Verwaltung, Öffentlichkeits­arbeit, Forschung, Besucherdienst, Sammlungs­verwaltung, Marketing, etc.
    Um einen Karriereweg im Museums­bereich einzuschlagen, ist ein Volontariat empfehlenswert. Viele Einrichtungen bieten dies als Ergänzung zum abgeschlossenen Studium an.

    Berufsbezeichnungen:

    • Kulturmanagerin/Kulturmanager
    • Kuratorin/Kurator
    • Ausstellungs­leiterin/Ausstellungs­leiter
    • Museumspädagogin/Museumspädagoge
    • Wissenschaft­liche Mitarbeiterin/Wissenschaft­licher Mitarbeiter
    • Provenienzforscherin/Provenienzforscher
    • Archivarin/Archivar
    • Gästebegleiterin/Gästebegleiter
    • Museumsführerin/Museumsführer

    Beispiel Berufsbild: Kuratorin/Kurator
    Die Kuratorin oder der Kurator einer Ausstellung ist verantwortlich für die Auswahl von Ausstellungs­stücken und deren Präsentation für die Gäste. Sie erschließen und erhalten Sammlungen und bauen diese aus. Die Kuratorin oder der Kurator vernetzt sich zudem mit anderen Museen, Sammlerinnen und Sammlern, Leihgeberinnen und Leihgebern und Forschungs­einrichtungen.

  • Public Relations/Öffentlichkeits­arbeit

    Die Aufgaben in der Öffentlichkeits­arbeit sind immer darauf ausgerichtet eine positive Identität für eine Organisation und ihre Arbeit zu schaffen und zu pflegen. Es kann sich zum Beispiel um Unternehmen, Kultur­einrichtungen, Behörden, Parteien oder Non Profit Organisationen handeln.
    Zu den Aufgaben der Öffentlichkeits­arbeiterinnen und Öffentlichkeits­arbeiter gehört es, Kommunikations­strategien zu erarbeiten und Image-Konzepte zu entwickeln, um die Institution nach außen zu vertreten. Vor allem in größeren Organisations­einheiten hat auch der Bereich der internen Kommunikation einen großen Stellenwert.

    Ein Großteil von Kommunikations­arbeit findet heutzutage über digitale Kanäle statt. Hier sind neue Berufsbilder im Bereich Social-Media-Management, Community-Management etc. entstanden. Ebenso wie bei Kommunikations­berufen in klassischen Medien erfordern diese ein hohes Maß an Text-, Sprach- und Medien­kompetenz.

    Berufsbezeichnungen:

    • Pressesprecherin/-sprecher
    • PR-Referentin/PR-Referent
    • Kommunikations­beraterin/-berater
    • Communication Manager
    • Content-Manager
    • Social-Media-Manager
    • Beraterin History Marketing/Berater History Marketing

    Beispiel Berufsbild: History Marketing
    Für das History Marketing recherchieren Historikerinnen und Historiker die Unternehmens­vergangenheit und entwickeln daraus eine Unternehmens­geschichte oder Firmenchronik, die als Marketingressource genutzt werden kann. Arbeits­plätze im Umfeld des Geschichtsmarketings gibt es in spezialisierten Agenturen und in Presse- und Öffentlichkeits­abteilungen von Betrieben nahezu aller Wirtschafts­zweige.

  • (Wissenschafts-)Journalismus/Redaktion

    Die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten ist es, die Öffentlichkeit sachlich korrekt zu informieren. Zu ihren Aufgaben gehört es daher nicht nur zu schreiben, sondern auch, zu recherchieren, die gesammelten Informationen zu bewerten und zu bündeln. Die Inhalte bereiten sie dann zielgruppen­gerecht auf und teilen sie mit ihrem Publikum. Dies geschieht in Form von Texten, Bildern und Videos. Journalistische Karrieren beginnen häufig mit einem Volontariat. Diese ein- bis zweijährige Praxisausbildung können angehende Journalistinnen und Journalisten bei Verlagshäusern, Rundfunkanstalten, Unternehmen und anderen Institutionen absolvieren. Für den Einstieg in den Journalismus ist es unabdingbar, ergänzend zum Studium, frühzeitig Praxiserfahrungen in journalistischer Tätigkeit oder in Redaktionen zu sammeln.

    Berufsbezeichnungen:

    • Wissenschafts­redakteurin/-redakteur
    • Journalistin/Journalist
    • Autorin/Autor
    • Fach­redakteurin/-redakteur
    • Web-Redakteurin/Web-Redakteur
    • Online-Redakteurin/Online-Redakteur
    • Bloggerin/Blogger
    • Social-Media-Redakteurin/Social-Media-Redakteur

    Beispiel Berufsbild: Wissenschafts­journalistin/ Wissenschafts­journalist

    Für Historikerinnen und Historiker ist der Wissenschafts­journalismus eine interessante Option. Sie filtern aus großen Mengen fach­wissenschaft­licher Veröffentlichungen die Er­kenntnisse, die für eine breite Öffentlichkeit relevant sind und bringen sie in eine allgemein verständliche Form. Sie vermitteln zwischen Wissenschaft und Bevölkerung. Mit profundem historischen Wissen, ausgeprägten Recherche- und Analyse­kompetenzen sowie Text- und Sprach­kompetenz qualifizieren sich Absolventinnen und Absolventen der Geschichte für wissenschaft­lich orientierten Journalismus.

  • Wissenschaft

    Mit einem Master­studium in Geschichte steht Ihnen eine wissenschaft­liche Karriere offen. Der Master bereitet Sie optimal auf eine Weiterqualifizierung im Promotions­studien­gang vor und damit auf eine Laufbahn in Wissenschaft und Forschung.