Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Falscher Professor kann den Unterschied machen.

Thomas Gschwend, Marcel Neunhoeffer und Marie-Lou Sohnius

In der letzten Woche ist bekannt geworden, dass der AfD Kandidat zur Europawahl Gunnar Beck (Listenplatz 10) mit einem Professor-Titel auf dem Stimmzettel geführt wird, den er in Deutschland so gar nicht führen darf.
Können akademische Titel auf dem Stimmzettel einen Unterschied machen? Nach unseren Berechnungen ist die Antwort: ja. Im Durchschnitt hat der falsche Professor Titel einen Effekt von 0.91 Prozentpunkten und liegt im 5/6 Kredibilitätsintervall zwischen 0.096 Prozentpunkten und 1.68 Prozentpunkten. Das heißt, dass der Effekt außerhalb dieses Intervalls liegt ist genauso wahrscheinlich wie bei einem Würfelwurf eine 6 zu würfeln. Der Effekt des falschen Professor Titels kann sogar dazu führen, dass die AfD einen zusätzlichen Sitz gewinnt. Bei einem entsprechenden Wahlergebnis der AfD (ca. 10 %) kann der zusätzliche Sitz genau der Sitz von Herrn Dr. Beck sein.
Um zu diesem Ergebnis zu kommen, haben wir die Listen und Ergebnisse der letzten vier Europawahlen analysiert.

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