Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Projekt zu kartellrechts­konformer KI mit 383.000 Euro von BW Stiftung gefördert

Im Rahmen eines neuen Forschungs­programms für den gemeinwohl­orientierten Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) werden gleich drei Projekte der Universität Mannheim von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Für das Projekt „Kartellrechts­konforme KI (KarekoKI)” gelang es Prof. Dr. Thomas Fetzer (Rechts­wissenschaft) und Prof. Dr. Heiko Paulheim (Informatik) 383.000 Euro einzuwerben.

KI spielt in vielen Lebens­bereichen eine zunehmend wichtige Rolle – und wirft dabei grundlegende rechtliche und ethische Fragen auf. Die Baden-Württemberg Stiftung hat jetzt ein neues Förder­programm zum Thema „Verantwortliche Künstliche Intelligenz” ausgeschrieben und zehn Projekten den Zuschlag erteilt – davon drei von Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­lern der Universität Mannheim. Gefördert werden Forschungs­vorhaben, die die Interaktion von KI-Technologien und Gesellschaft untersuchen.
„Dass gleich drei von zehn geförderten Projekten an der Universität Mannheim angesiedelt sind, ist ein großer Erfolg für uns“, so Prof. Dr. Heiko Paulheim, der zwei der erfolgreichen Forschungs­projekte leitet. „Dies bestätigt Mannheims zentrale Rolle in den Bereichen Data Science und Künstliche Intelligenz“. Die interdisziplinären Projekte bilden ein gemeinsames Cluster im Mannheim Center for Data Science, es sind vier Fakultäten der Universität beteiligt.

Illegale Online-Preisabsprachen
Im Rahmen des Projekts „Kartellrechts­konforme KI (KarekoKI)” werden Prof. Dr. Thomas Fetzer und Prof. Dr. Heiko Paulheim, Inhaber des Lehr­stuhls für Data Science, unter anderem Rechts­rahmen und Strategien zur technischen Verhinderung von KI-basierter Preisabsprache erarbeiten. Der Hintergrund: Auf Online-Plattformen wie Amazon sind immer häufiger KI-Systeme im Einsatz, die die Preise von Mitbewerbern beobachten und auf dieser Basis ihre eigenen Preise festsetzen. „Dies wirft rechtliche und technische Fragen auf, wie mit dem Potential illegaler Preisabsprachen durch KI umgegangen werden soll“, sagt Prof. Dr. Thomas Fetzer, Inhaber des Lehr­stuhls für Öffentliches Recht, Regulierungs­recht und Steuerrecht. Das Team erhält für seine Forschung eine Förderung von 383.000 Euro.

Zurück