Radikalismus, Extremismus, Fundamentalismus: Internationale Studie findet zahlreiche Gemeinsamkeiten – und gewisse Unterschiede

Eine neue Studie eines Forschungsteams um Prof. Marc Helbling, Soziologe mit Schwerpunkt Migration und Integration an der Universität Mannheim und Vorstandsmitglied des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) zeigt: Personen mit radikalen, extremistischen oder fundamentalistischen Einstellungen sind sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive in mancher Hinsicht ähnlich.
Gemeinsam mit seiner MZES-Kollegin Nina Fadarkhan Osenbrügge und Dr. Sebastian Jungkunz (Universitäten Halle und Bamberg) hat Helbling erstmals in großem Maßstab systematisch Radikalismus, Extremismus und Fundamentalismus innerhalb Deutschlands und über verschiedene europäische Länder hinweg verglichen. Anhand von Umfragedaten über 6.000 Befragter aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden hat das Team untersucht, inwieweit radikale, extremistische und fundamentalistische Einstellungen durch ähnliche oder unterschiedliche Faktoren auf individueller Ebene erklärt werden können – und inwieweit diese Personen politische Gewalt befürworten.
