Spontane Krisenhilfe: Emmas.app ist für regionale Händler jetzt kostenlos

Emmas.app, an der Wissenschaft­ler der Universität Mannheim mitgewirkt haben, ermöglicht es in der Coronakrise auch kleinen Lebens­mittelhändlern, ihren Kunden kontaktloses Einkaufen von zu Hause aus anzubieten.

Pressemitteilung vom 20. März 2020
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In der aktuellen Lage ist es wichtiger denn je, unnötige Kontaktpunkte zu meiden, die ein Übertragungs­risiko von Covid-19-Viren erhöhen. Dies gilt insbesondere beim Einkaufen von Lebens­mitteln. Um einen sicheren Einkauf in Lebens­mittelgeschäften zu ermöglichen, sind jetzt vor allem Engagement, Hilfsbereitschaft und innovative Lösungen gefragt.

Vor diesem Hintergrund bietet das Lebens­mittel-Liefer­system Emmas.app kleineren Lebens­mittelhändlern die Chance, die Nahversorgung besser und günstiger zu bewältigen. Ab sofort können Bäcker, Metzger und andere Lebens­mittelhändler die App kostenlos nutzen. Das kann zum einen helfen, Umsatzeinbrüche von lokalen Lebens­mittelhändlern einzudämmen und deren wirtschaft­liche Existenz für die kommenden Monate zu sichern. Zum anderen wird so ein kontaktloser Einkauf ermöglicht, um Infektions­ketten zu unterbrechen. Denn bei vollen Verkaufsräumen und langen Warteschlangen wächst das Risiko, dass sich das Virus schnell überträgt. 

Über Emmas.app und „CrowdMyRegion“
Das Liefer­netzwerk Emmas.app, das von ciconia Software betrieben wird, stellt einen regionalen Online-Markt­platz für Lebens­mittel dar. Nutzer von Emmas.app können Lebens­mittel bei umliegenden Bäckereien, Metzgereien und Hofläden bestellen und online bezahlen. Die bestellte Ware kann abgeholt oder in Abstimmung mit dem jeweiligen Anbieter nach Hause geliefert werden. Zudem bietet der digitale Markt­platz eine Kontaktvermittlung an, so dass sich Familie und Freunde Lebens­mittel mitbringen lassen können. So werden Menschen, die kein eigenes Auto besitzen oder aus sonstigen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wieder besser an die Grundversorgung angebunden.

In „CrowdMyRegion“ entwickelt das Institut für Enterprise Systems (InES) an der Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit den Projekt­partner ciconia Software, EDEKA Digital und fastahead GmbH ein soziales Liefer­netzwerk. InES wirkt dabei an der Logistik mit: Das Forschungs­team um Dr. Christian Bartelt entwickelt einen intelligenten Algorithmus, um zukünftige Wege von angemeldeten Mitbringern vorherzusagen und ihnen passgenaue Vorschläge für mögliche Mitnahmefahrten zu geben.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.emmas.app/hilfspaket
www.crowdmyregion.de

Kontakt:
Dr. Christian Bartelt
Leiter des Institute for Enterprise Systems (InES)
Universität Mannheim
Tel. +49 621 181–3787
E-Mail: bartelt es.uni-mannheim.de

Yvonne Kaul
Forschungs­kommunikation
Universität Mannheim
Tel. +49 621 181–1266
E-Mail: kaul uni-mannheim.de