Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Universität Mannheim unterstützt die Stadt auf dem Weg zur Smart City

Die Stadt Mannheim erhält als eine von bundes­weit 20 Städten den Zuschlag im Bundes­programm „Smart Cities Modell­projekte“. Forschende der Universität Mannheim begleiten das Projekt wissenschaft­lich, entwickeln KI-Anwendungen und übernehmen die Wirkungs­messung.

Pressemitteilung vom 17. September 2020
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Die Stadt Mannheim konnte mit seinem Projektantrag „sMArt roots“ bei der Ausschreibung „Smart Cities Modell­projekte“ überzeugen und erhielt Anfang September als eine von 20 Städten den Zuschlag des Bundes­innen­ministeriums. Aufbauend auf der kommunalen Digitalisierungs­strategie soll nun zusammen mit allen kommunalen Beteiligungen eine gemeinsame Smart-City-Strategie entwickelt und in Modell­projekten realisiert werden. Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt circa 2,4 Millionen Euro, davon steuert der Bund 1,5 Millionen Euro bei.

Die Universität Mannheim ist – neben vielen anderen kommunalen Einrichtungen – ein wesentlicher Partner der Stadt bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung des „sMArt roots“-Projekts. Beteiligt bei dem Vorhaben ist unter anderem das Institut für Enterprise Systems (InEs) unter der Leitung des Informatikers Professor Heiner Stuckenschmidt. Sein Team beschäftigt sich mit der Entwicklung von ausgewählten KI-Anwendungen für Smart Mobility und Umweltschutz. Das Team um Professorin Laura Marie Edinger-Schons, Inhaberin des Lehr­stuhls für Nachhaltiges Wirtschaften, übernimmt die Wirkungs­messung zu dem Projekt und untersucht die Akzeptanz der neuen KI-Anwendungen bei den relevanten Akteuren und Netzwerken.

In einem ersten Schritt wollen die Forscher am InEs in gemeinsamen Workshops mit der Stadtverwaltung, der Politik, sowie den kommunalen Diensten und Unternehmen konkrete Anwendungs­möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der Stadt identifizieren. Ziel dabei ist es, neue Anwendungen zu entwickeln und Prototypen zu realisieren um damit die Digitalisierung der Stadt Mannheim in den Bereichen Umwelt, Energie und Mobilität stärker voranzutreiben. „Wir haben am InEs bereits einige Großprojekte zu den Themen Energie und Mobilität in der Vergangenheit entwickelt, dazu gehört das Projekt CrowdMyRegion. sMArt roots fügt sich sehr gut in das Spektrum unserer Forschungs­vorhaben, dabei können wir auf unsere Erfahrungen zurückgreifen“, sagt Stuckenschmidt.

Laura Marie Edinger-Schons übernimmt im Rahmen des Teil­projektes an ihrem Lehr­stuhl die Entwicklung einer Wirkungs­logik und Wirkungs­messung für das Projekt. Hierzu sollen die verschiedenen Anspruchsgruppen zu ihren Bedürfnissen und ihrer Wahrnehmung der Wirkung des Projektes befragt werden. Die Daten aus diesen Befragungen werden mit weiteren Daten zur Effektivität der Lösungen zusammengeführt und für die Steuerung und Evaluation des Projektes genutzt. „In der Vergangenheit haben wir bereits mehrere Projekte lokaler Akteure durch Methoden der Wirkungs­messung begleitet, beispielsweise Nachhaltigkeits­projekte der SAP oder der BASF. Wir freuen uns darauf, messen zu können, wie sMArt roots Mannheim nachhaltiger macht“, sagt Edinger-Schons.

Der Begriff „Smart Cities“ steht für die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien in fast allen Bereichen auf kommunaler Ebene – bei der Mobilität, beim Energie- und Umwelt­management. Dies soll zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeits­ziele der UN beitragen.

Zur Pressemitteilung des Bundes­innen­ministeriums: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/09/smart-cities.html

Zur Pressemitteilung der Stadt Mannheim: https://www.mannheim.de/de/presse/mannheim-erhaelt-bundesfoerderung-aus-dem-bundesprogramm-smart-cities-modellprojekte-mannheim

Kontakt:
Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons
Lehr­stuhl für Nachhaltiges Wirtschaften
Universität Mannheim
E-Mail: schons(at)uni-mannheim.de

Prof. Dr. Heiner Stuckenschmidt
Lehr­stuhl für Künstliche Intelligenz
Universität Mannheim
Tel. +49 621 181 2804
E-Mail: heiner(at)informatik.uni-mannheim.de 

Yvonne Kaul
Forschungs­kommunikation
Universität Mannheim
Tel. +49 621 1266
E-Mail: kaul(at)uni-mannheim.de