Stiftung Universität Mannheim sammelt Spenden für junge Forschende, die vom Ukrainekrieg betroffen sind

Zahlreiche Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler stehen aufgrund des Krieges in der Ukraine vor dem Nichts. Gemeinsam mit der Universität Mannheim hat die Stiftung Universität Mannheim daher einen Notfallstipendienfonds für junge Forschende, die von den aktuellen Kriegsgeschehnissen betroffen sind, eingerichtet.

Pressemitteilung vom 18. März 2022
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Der Krieg in der Ukraine ist ein Angriff auf fundamentale Werte wie Demokratie, Rechts­staat und Grundrechte, die auch die Grundlage für eine freie Wissenschaft darstellen. Eine große Zahl ukrainischer Forschender hat ihr gesamtes Lebensumfeld, ihren Arbeits­platz und im schlimmsten Fall sogar Angehörige und Freunde verloren. Nicht wenige von ihnen befinden sich noch in den Krisengebieten, sind auf der Flucht oder bestenfalls bereits in Deutschland oder anderen Staaten provisorisch untergekommen. Aber auch in Russland gibt es viele Menschen, insbesondere Forscherinnen und Forscher, die ungeachtet aller Repressionen den Mut haben, gegen diesen Krieg aufzustehen und infolgedessen um ihre Freiheit und ihre Existenzgrundlage kämpfen müssen. Neben den vielfältigen Bedrohungen, Verlusten und Sorgen, die dieser leidvolle Krieg mit sich bringt, haben die Betroffenen gemeinsam, dass ihnen derzeit eine Perspektive fehlt.

Die Stiftung Universität Mannheim hat daher zusammen mit der Universität Mannheim den „Ukraine Notfallfonds“ eingerichtet. Unterstützung aus dem Notfallfonds erhalten geflüchtete und gefährdete junge Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler aus der Ukraine und Russland, die bedingt durch den Krieg in eine Notlage geraten sind, damit sie ihre wissenschaft­lichen Arbeiten, etwa ihre Promotion, erfolgreich an der Universität Mannheim fortsetzen können. Aus dem Notfallfonds sollen zwölf Stipendien für maximal zwölf Monate finanziert werden. Diese Förderung umfasst neben einer einmaligen Reisekostenbeihilfe einen Mindest­satz an finanzieller Hilfe, der für eine Basissicherung von Miete und Lebenshaltungs­kosten in der Metropolregion Rhein-Neckar notwendig ist, sowie eine etwaige Zulage für eigene Kinder. Insgesamt werden dafür rund 300.000 Euro benötigt. 

Gespendet werden kann über ein Online-Formular (https://www.uni-mannheim.de/ukraine-notfallfonds/) oder per Überweisung an:

Stiftung Universität Mannheim,
BNP Paribas
IBAN: DE25 7603 0080 0300 0153 17
Spendenzweck: „Ukraine Notfallfonds“

Sofern die Spenderinnen und Spender nicht widersprechen, werden ihre Namen zum Dank auf der Webseite der Stiftung veröffentlicht.

Kontakt:
Sabrina Scherbarth
Geschäftsführerin
Stiftung Universität Mannheim
Tel: 0621 181–1223
E-Mail: scherbarth stiftung.uni-mannheim.de

Maartje Koschorreck
Stellv. Pressesprecherin
Universität Mannheim
E-Mail: koschorreck uni-mannheim.de