Skulpturen, Plastiken und Büsten
Skulpturen, Plastiken und Büsten prägen das Erscheinungsbild der Universität Mannheim und bereichern den Campus. An verschiedenen Orten der Universität platziert, verbinden diese Werke klassische und moderne Formen. Sie spiegeln sowohl die Geschichte der Institution als auch aktuelle künstlerische Strömungen wider.

Fünf Skulpturen der Heinrich-Vetter-Stiftung
Die fünf Skulpturen im Rektoratsflur und im Haupteingang des Ostflügels der Universität Mannheim sind Leihgaben aus dem Nachlass des Mannheimer Unternehmers und Mäzen Dr. h.c. Heinrich Vetter. Die von ihm 1997 gegründete Heinrich-Vetter-Stiftung fördert u. a. Projekte aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Sport. Die Stiftung arbeitet seit Jahren eng mit der Universität Mannheim zusammen.

Emil Sutor – Die drei Damen
Die Wandplastik der drei Damen wurde von dem Bildhauer Emil Sutor (1888–1974) geschaffen und ist heute im Rektoratsflur des Mannheimer Schlosses zu sehen. Seine künstlerische Ausbildung begann Sutor mit einer Lehre in einer Offenburger Bildhauerwerkstatt, gefolgt von Studien an den Kunstakademien in Karlsruhe und Dresden, die er durch Studienaufenthalte in München, Leipzig und Paris ergänzte.
Seit 1919 führte Emil Sutor ein eigenes Atelier in Karlsruhe und arbeitete in den Jahren 1925 bis 1936 mit der Staatlichen Majolika-Manufaktur Karlsruhe zusammen, woraus zahlreiche Aufträge hervorgingen, vor allem für kirchliche Räume und Sakralbauten. Während der Zeit des Nationalsozialismus nahm er nachweislich an 11 großen Ausstellungen teil, beantragte 1937 die Mitgliedschaft in der NSDAP und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Mitläufer eingestuft. Während er in der Zeit des Nationalsozialismus einen pathetisch naturalistischen Stil entwickelte, wandte er sich nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. wieder kirchlicher Kunst zu.
Besondere Bekanntheit erlangte Sutor 1958, als er für den Offenburger Burda-Verlag das Bambi-Reh modellierte – den bekannten deutschen Medienpreises.

Peter Hartmann – Das Buch
Die Skulptur „Das Buch“ wurde 2013 von dem Unternehmer und Künstler Peter Hartmann fertiggestellt und im Wirtschaftsinnenhof im Mannheimer Schloss aufgestellt. Die Skulptur, auch genannt „Wöhe“, stellt das große Einführungswerk in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von dem Wirtschaftswissenschaftler Günter Wöhe dar.
Peter Hartmann (1947-2021) war Beirat der MRK Management Consultants GmbH und selbst Absolvent der Universität Mannheim. Zusammen mit seiner Familie stellte er der Universität Mannheim verschiedene Kunstwerke als Leihgaben zur Verfügung, die im Schloss ausgestellt sind.

Eine Büste von Dipl.-Kfm. Dr.h.c. Julius Paul Stiegler
Julius Paul Stiegler (1884–1962) war Unternehmer und Wirtschaftswissenschaftler, der die BWL an der Universität Mannheim maßgeblich prägte. Dabei setzte er sich für die Internationalisierung der Wirtschaftsforschung ein. Die Julius-Paul-Stiegler-Gedächtnis-Stiftung fördert in seinem Andenken die BWL Fakultät, insbesondere durch die Unterstützung von Forschungsaufenthalten für Nachwuchswissenschaftler*innen. Eine Bronzebüste von ihm ist im Ostflügel nahe seines Porträts ausgestellt. Der Künstler ist unbekannt.

Der Antikensaal
Der Antikensaal zeigt eine große Anzahl hellenistischer Skulpturen und gibt Einblick in die historische Sammlung der einst kurpfälzischen Residenz.
Die bedeutende Sammlung war ursprünglich vor allem für die Ausbildung junger Künstler gedacht, fand jedoch auch das Interesse zahlreicher Intellektueller wie Goethe, Schiller, Herder und Lessing. Als Kurfürst Karl Theodor 1778 nach München zog, nahm er die Abgüsse mit sich. In den 1970er Jahren gelang es dem Mannheimer Archäologen Wolfgang Schiering neue Abgüsse zu erwerben und die Sammlung teilweise zu rekonstruieren. Seit 1991 sind sie erneut im Schloss zu sehen.
Der Antikensaal befindet sich im Ostflügel des Schlosses.


































