Bisherige Nachhaltigkeits­maßnahmen

An der Universität wurden in den vergangenen Jahren einige Maßnahmen umgesetzt, mit denen zum Beispiel CO2 eingespart werden konnte. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die bisherigen Maßnahmen.

  • Nachhaltige Energiequellen

    Schon seit 2012 bezieht die Universität Mannheim ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, wodurch sie bereits jetzt 60 Prozent CO2 (4.500 Tonnen) jährlich einspart.

    Geheizt werden sowohl die Räume im Schloss als auch in den anderen Gebäuden auf dem Campus zu 100 Prozent mit Fernwärme, die zu 99 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplung stammt. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird Abwärme für die Wärmegewinnung genutzt, sodass kaum zusätzliche Treibhausgase bei der Produktion entstehen.

    Die Universität Mannheim setzt zudem auf Energie aus Photovoltaikanlagen: Bestehende Neubauten werden in Zusammenarbeit mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg nachgerüstet und zukünftige Neubauten von vorneherein mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

  • Konsequentes Energiemonitoring

    Seit 2011 baut die Universität Mannheim ihr Energie­management kontinuierlich aus. Durch Energiemonitoring und Gebäudeleittechnik wird der Energieverbrauch auf dem Campus regelmäßig kontrolliert und ausgewertet. Für Strom und Wärme wurden beispielsweise elektronisch auslesbare Zähler eingebaut, die nicht nur die Energieverbräuche für das jeweilige Gesamtgebäude erfassen, sondern auch für einzelne Geschosse und Nutzungs­einheiten.

    Die darauf aufbauenden Energiesparmaßnahmen haben in den vergangenen Jahren den Energieverbrauch und die Kosten der Universität Mannheim erheblich reduziert: So spart die Universität bereits jetzt jährlich zwischen 70.000 und 100.000 Kilowattstunden und 40 Tonnen CO2 ein.

  • Modernisierung von Heizungs- und Lüftungs­anlagen

    Die Universität hat die Laufzeiten von Heizungs-, Kühlungs- und Lüftungs­anlagen in den vergangenen Jahren an die tatsächliche Raumnutzung angepasst: In den Hörsälen zum Beispiel achten inzwischen Präsenzmelder und CO2-Wächter darauf, dass Lüftungen nur so lange in Betrieb sind, wie sie wirklich gebraucht werden.

    Auch die Umrüstung von ungeregelten Heizungs­pumpen auf energiesparende Hocheffizienzpumpen ist bereits zur Hälfte geschafft.

    Bei Sanierungen und Neubauten setzt die Universität auf den Einbau von Wärmerückgewinnung und eine energiesparende freie Kühlung. Für den Neubau der Universitäts-IT in A5 sind beispielsweise innovative Ansätze für die Kühlung der Maschinenräume und eine Nutzung der Abwärme mit Hilfe von Wärmerückgewinnung geplant.

  • Neubauten mit höchsten Energiestandards

    Über die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV 2014) hinaus streben die Universität und das Land als Bauträger bei allen geplanten Landes­gebäuden höchste energetische Standards an:

    Das von der Universität selbst finanz­ierte Forschungs- und Lehr­gebäude in B6 zum Beispiel erreicht einen um 40 Prozent besseren energetischen Standard als die EnEV fordert. Zudem deckt der Ertrag der installierten Photovoltaik-Anlage ca. 15 Prozent des Strombedarfes des Gebäudes.

    Auch bei den geplanten Neubauten im Bereich Friedrichspark sollen hohe Energiestandards umgesetzt werden, dar­unter die Errichtung der Gebäudehülle im Passivhausstandard, nachhaltiges Bauen mit dem Ziel, bei der Zertifizierung der Gebäude nach BNB (Bewertungs­system Nachhaltiges Bauen) mindestens „Silber“ zu erreichen, die teilweise Eigendeckung des Energiebedarfs, z.B. durch Photovoltaik-Anlagen, und die Einführung eines technischen Monitorings und Energie­managements zur Optimierung der Gebäude im laufenden Betrieb.

    Eine Besonderheit der Universität ist das Kulturgut Schloss: Energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle sind hinsichtlich der Belange des Denkmalschutzes leider nur schwer oder gar nicht umzusetzen.

  • LEDs, Recyclingpapier und Mini-Fuhrpark

    Auch beim Austausch der Leuchtmittel tut sich einiges: Der Anteil der LED-Beleuchtung in allen Universitäts­gebäuden liegt bereits bei etwa 20 Prozent – und soll natürlich weiter wachsen. In Fluren, Sanitärräumen und Keller­bereichen werden zukünftig nach und nach überall dort LED-Leuchtmittel nachgerüstet, wo es technisch möglich ist. Auch hier sollen Präsenzmelder zukünftig unnötige Laufzeiten vermeiden.

    Die Hausdruckerei der Universität Mannheim nutzt bereits heute bei Standard­drucken zu 95 Prozent Recyclingpapier. Zudem hat die Universität Papier-Rundschreiben weitgehend reduziert und dafür elektronische Großverteiler eingeführt. Bei Gremiensitzungen werden dank eines digitalen Germien­managements seit 2012 Unterlagen nur noch digital versandt.

    Der Fuhrpark der Universität ist bewusst kleingehalten und besteht aus nur vier Fahrzeugen, die fast ausschließlich für Sachtransporte eingesetzt werden dürfen. Im April 2021 wurde ein E-Fahrzeug für den Posttransport angeschafft, das ein älteres Fahrzeug mit Verbrennungs­motor ersetzt.

  • Künftige (Einspar)Projekte

    Laufende und künftige (Einspar-)projekte sind:

    • die weitere Umrüstung der alten Beleuchtung auf LED-Technik,
    • die Installation von Bewegungs­meldern in Fluren und Treppenhäusern, wo es technisch möglich ist,
    • der weitere Austausch aller ungeregelten Pumpen auf Hocheffizienzpumpen,
    • die Nachrüstung bestehender und Ausstattung zukünftiger Neubauten mit Photovoltaikanlagen,
    • die Sensibilisierung von Beschäftigten und Studierenden für ein nachhaltiges und umweltbewusstes Verhalten auf dem Campus.