Neues MISES Working Paper – Dekarbonisierung eines Portfolios von Betriebsanlagen: Kostenschätzungen für Fahrzeugflotten

Unternehmen vieler Branchen versuchen, die Kosten für die Einhaltung von Umweltvorschriften und freiwilligen Emissionszielen zu bewerten.
In einem neuen Arbeitspapier entwickeln Gunther Glenk, Katrin Gschwind und Stefan Reichelstein ein Modell zur Berechnung der Kosten für die CO2-Reduzierung für Unternehmen, die ein Portfolio von Betriebsanlagen mit unterschiedlichen Kosten- oder Lastprofilen betreiben. Die daraus resultierenden Vermeidungskostenkurven dienen als Entscheidungshilfe für die Konfiguration einzelner Betriebsanlagen, um unternehmensweite Emissionsminderungen zu niedrigsten Kosten zu erreichen.
Prominente Beispiele für solche Betriebsanlagen sind Fahrzeugflotten wie Taxis, Busse, LKW, Frachtschiffe und Flugzeuge. Ähnlich wie Unternehmen in anderen Branchen versuchen Flottenbetreiber, die Wirtschaftlichkeit neuer Antriebstechnologien für Fahrzeuge mit unterschiedlichen Einsatzzyklen zu bewerten, um die angestrebten Emissionsminderungen für die gesamte Flotte zu erreichen.
Die Studie wendet das Modell auf städtische Busflotten an, die unter das Cap-and-Trade-Programm in Kalifornien fallen. Diese Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass ein Emissionspreis von $35 pro Tonne CO2e (Durchschnitt 2024) Unternehmen dazu veranlasst, ihre Flotten so zu konfigurieren, dass batterieelektrische Antriebe 70% der nutzbaren installierten Kapazität und 92% des Jahresbedarfs ausmachen, während Dieselantriebe nur Spitzenlasten abdecken.
Da die resultierenden Emissionen gegenüber dem Emissionspreis relativ unelastisch sind, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die Lebenszykluskosten pro Meile erheblich steigen würden, wenn eine tiefgreifende Dekarbonisierung ausschließlich durch höhere Emissionspreise herbeigeführt würde.
Lesen Sie das Working Paper hier: https://dx.doi.org/10.2139/ssrn.6302139
