Psychologie-Studie: Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen

Als sozio-emotionale Verhaltensweisen bezeichnet die Wissenschaft die Fähigkeit des Menschen, eigene Gefühle ebenso wie soziale Beziehungen zu erkennen, auszudrücken und zu regulieren. Diese Fähigkeit steht im Zusammenhang mit persönlichen Eigenschaften, die zum Beispiel beeinflussen, wie ein Mensch typischerweise in bestimmten Situationen denkt, fühlt und sich verhält. Frühere Forschungen deuteten darauf hin, so Prof. Wrzus, dass sich diese Persönlichkeitsmerkmale nach dem jungen Erwachsenenalter weniger stark entwickeln. Die zugrundeliegenden Prozesse sind jedoch nach wie vor kaum verstanden, zudem haben Interventionsstudien nur selten Altersunterschiede untersucht, wie die Wissenschaftlerin vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg erläutert. „Vielfach beschränken sich Untersuchungen auf junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren.“
Im Rahmen der aktuellen Studie haben die Teilnehmendenin wöchentlichen Sitzungen und Aufgaben für den Alltag trainiert, wie sie besser als bisher mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen umgehen können. Welche Effekte das Interventionsprogramm zeigt, haben die Forscherinnen aus Heidelberg, Mannheim, Hamburg und Zürich (Schweiz) mit einem multi-methodischen Ansatz erfasst.
