Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Psychologie-Studie: Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen

Jüngere wie ältere Erwachsene sind gleich­ermaßen in der Lage, sich neue sozio-emotionale Verhaltensweisen anzueignen. Auch Menschen im höheren Alter ziehen Nutzen aus einer Persönlichkeits­intervention, mit der ein anderer Umgang mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen trainiert wird. Das zeigt eine Studie der psychologischen Alternsforschung, die Forscherinnen aus Deutschland und der Schweiz unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Wrzus (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Corina Aguilar-Raab (Universität Mannheim) durchgeführt haben.

Als sozio-emotionale Verhaltensweisen bezeichnet die Wissenschaft die Fähigkeit des Menschen, eigene Gefühle ebenso wie soziale Beziehungen zu erkennen, auszudrücken und zu regulieren. Diese Fähigkeit steht im Zusammenhang mit persönlichen Eigenschaften, die zum Beispiel beeinflussen, wie ein Mensch typischerweise in bestimmten Situationen denkt, fühlt und sich verhält. Frühere Forschungen deuteten darauf hin, so Prof. Wrzus, dass sich diese Persönlichkeits­merkmale nach dem jungen Erwachsenenalter weniger stark entwickeln. Die zugrundeliegenden Prozesse sind jedoch nach wie vor kaum verstanden, zudem haben Interventions­studien nur selten Alters­unter­schiede unter­sucht, wie die Wissenschaft­lerin vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg erläutert. „Vielfach beschränken sich Unter­suchungen auf junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren.“

Im Rahmen der aktuellen Studie haben die Teilnehmendenin wöchentlichen Sitzungen und Aufgaben für den Alltag trainiert, wie sie besser als bisher mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen umgehen können. Welche Effekte das Interventions­programm zeigt, haben die Forscherinnen aus Heidelberg, Mannheim, Hamburg und Zürich (Schweiz) mit einem multi-methodischen Ansatz erfasst.

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