Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Universität Mannheim erhält Förderung für die Einführung des Fort- und Weiterbildungs­programms „Cultural Innopreneurship“

Im Rahmen der EU-Initiative „Europäische Universität“ entsteht bis 2023 an der Universität Mannheim ein neues Zertifikats­programm für Studierende und Berufstätige, insbesondere aus dem Kultur­bereich. Gefördert wird das Programm vom Deutschen Akademischen Austauchdienst (DAAD) mit 750.000 Euro über drei Jahre.

Pressemitteilung vom 8. Februar 2021
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Zum 1. November 2020 hat sich die Universität Mannheim mit sechs weiteren Universitäten aus ebenso vielen verschiedenen Ländern in der „Europäischen Hochschule“ ENGAGE.EU zusammengetan, um auf innovative Art zu lehren, forschen und die breitere Öffentlichkeit in ihre Arbeit miteinzubeziehen. Zur Umsetzung dieser Ziele erhält die Universität Mannheim nun eine zusätzliche Förderung des DAAD im Rahmen des nationalen Begleit­programms zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“.

Gefördert wird unter anderem der Aufbau des englischsprachigen Zertifikats­programmes „Cultural Innopreneurship“ an der Universität Mannheim. Das Zertifikats­programm richtet sich sowohl an Studierende und Beschäftigte der Universität Mannheim und der ENGAGE.EU-Partner­universitäten als auch an Externe, die zum Beispiel in Kulturbetrieben wie Museen arbeiten. Das Zertifikats­programm versteht sich deshalb auch als Fort- und Weiterbildungs­programm. Es besteht aus verschiedenen zu Modulen gruppierten Microcredentials, die einzeln belegt oder zu einem Diploma of AdvancedStudies kombiniert werden können. Einschreibungen für das Zertifikats­programm „Cultural Innopreneurship“ sollen spätestens zum Herbst-/Wintersemester 2023 möglich sein.

Das Zertifikats­programm bildet die Teilnehmenden in drei Schwerpunkt­bereichen aus: Im Bereich „Cultural Entrepreneurship“ lernen einerseits Personen, die im Kultur­bereich arbeiten und für die die Selbständigkeit eine Option ist, Methoden aus der Gründerausbildung kennen. Andererseits sollen Studierende der Betriebs­wirtschafts­lehre für eine Arbeit im Kultursektor – der mit­unter ganz anders funktioniert als ein Wirtschafts­unternehmen – vorbereit werden. Im Bereich „Cultural Intrapreneurship“ liegt der Fokus auf dem Veränderungs­potenzial innerhalb von bestehenden Kulturinstitutionen. Der Schwerpunkt „Cultural Innopreneurship“ wiederumsoll das Innovations­potenzial von sektor­übergreifender Arbeit an den Schnittstellen von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur genauer in den Blick nehmen. Kooperationen mit großen Kulturinstitutionen, wie beispielsweise den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen, befördern den geplanten Austausch ebenso wie die verschiedenen Disziplinen, aus denen die Lehr­enden stammen.

Prof. Hiram Kümper, Inhaber der Carl-Theodor-Stiftungs­professur am Historischen Institut, hat die Federführung bei der Entwicklung des Zertifikats­programms inne. „Am neuen Zertifikats­programm begeistert mich, dass es strukturiert fokussiert, was schon immer ein wichtiger Teil der Mannheimer Philosophie war: dass nämlich Wirtschaft und Kultur sich jede Menge zu sagen haben“, sagt Kümper. „Diesen Ansatz leben wir schon in unseren Bachelor- und Master-Studien­gängen ‚Kultur und Wirtschaft‘ seit einiger Zeit sehr erfolgreich.“ ­Mit dem neuen Fortbildungs­programm wird jetzt ein konsequenter nächster Schritt gegangen, indem auch die berufliche Praxis mitgedacht wird. Laut Kümper „entsteht so ein echter Transfer aus der Universität heraus ins Kulturleben – aber eben auch von dort zurück in die Universität.“

Durch den DAAD gefördert wird außerdem der Ausbau der digitalen Studierenden­verwaltung. Ziel dieses Teil­projekts ist es, einen ENGAGE.EU-Campus und individuelle so genannte Learners Accounts aufzubauen, um die Anrechenbarkeit und Vergleichbarkeit von Studierenden­leistungen bei zunehmender internationaler Mobilität sicherzustellen.

Die „Europäische Universität“ ENGAGE.EU
ENGAGE.EU ist eine Allianz führender europäischer Universitäten in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften, die über umfangreiche Erfahrungen in der Analyse gesellschaft­licher Veränderungen verfügen. Das Anliegen des Zusammenschlusses ist es, seine Studierenden dazu zu be­fähigen, als sozial engagierte europäische Bürgerinnen und Bürger zu handeln und Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes zu nehmen. Mehr Informationen zu ENGAGE.EU: https://www.uni-mannheim.de/universitaet/europaeische-universitaet/

Das nationale Begleit­programm zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“
Im Januar 2021 sind weitere 25 deutsche Hochschulen in das nationale Begleit­programm zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“ aufgenommen worden. Mit dem Programm unterstützt die Bundes­regierung Hochschulen beim Aufbau europaweiter Hochschul­netzwerke. Dafür erhalten sie vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2023 rund 28 Millionen Euro zusätzlich zu den durch die EU schon vorgesehenen Mitteln. Die Umsetzung des Programms erfolgt über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Zur Pressemitteilung des DAAD: https://www.daad.de/de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/pressemitteilungen/eu-hochschulen_nationale-initiative/

Kontakt:
Prof. Dr. Hiram Kümper
Carl-Theodor-Professur, Historisches Institut
Universität Mannheim
E-Mail: hiram.kuemper uni-mannheim.de

Dr. Maartje Koschorreck
Stellv. Pressesprecherin
Universität Mannheim
Tel.: +49 621 181–1080
E-Mail: koschorreck uni-mannheim.de