Ein Schritt in Richtung Normalität: Mannheimer Fakultät für Sozial­wissenschaften verabschiedet Abschlussjahrgang 2020/21 hybrid

Preisverleihung und Reden würdigen akademischen Nachwuchs im Präsenzformat / Digitale Teilnahme der Absolvierenden über Zoom

Pressemitteilung vom 13. Oktober 2021
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Musste die Abschlussfeier der Fakultät für Sozial­wissenschaften im vergangenen Jahr noch wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, konnten die Absolvierenden und Promovierenden am 1. Oktober im kleinen Rahmen wieder verabschiedet werden. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr einen weiteren Schritt in Richtung Normalität gehen können. Es sind zwar immer noch keine großen Feiern in Präsenz möglich, doch sind die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Laudatorinnen und Laudatoren hier in der Aula der Universität versammelt, während die übrigen Absolventinnen und Absolventen online teilnehmen können“, verkündete der Dekan Prof. Dr. Michael Diehl. Im Rahmen der Feier wurden die Absolventinnen und Absolventen der drei Fächer Politik­wissenschaft, Psychologie und Soziologie geehrt und 23 Auszeichnungen vergeben: Neben fünf Promovierenden erhielten 18 Studierende Forschungs- und Examenspreise für herausragende Leistungen.

Forschungs­preise: Zwei Dissertationen überzeugen die Lorenz-von-Stein-Gesellschaft

In diesem Jahr wurden Dr. Christian Gläßel und Dr. Tobias Ebert für ihre Dissertationen über autoritäre Regime und die Geografie der Persönlichkeit mit dem Lorenz-von-Stein-Preis ausgezeichnet. Dieser wird traditions­gemäß für die beste sozial­wissenschaft­liche Dissertation des vergangenen Jahres der Universität Mannheim verliehen. „Beide Dissertationen haben den Vorstand so überzeugt, dass wir den Preis sehr gerne teilen. Die wissenschaft­liche Akribie und die ausgefeilten, innovativen methodischen Ansätze beider Wissenschaft­ler sind absolut preiswürdig. Sie verstehen es, Theorie und Empirie auf beeindruckende Weise miteinander zu verbinden und haben damit beide herausragende Leistungen erbracht, die beispielhaft für die Mannheimer Sozial­wissenschaften sind.“, so Prof. Thomas Gschwend, Ph.D., Vorsitzender der Lorenz-von-Stein-Gesellschaft.

Darüber hinaus wurde auch der Prof. Dr. Anna und Prof. Dr. Jörg Jiri Bojanovsky-Preis gleich zweimal verliehen: Zum einen erhielt Dr. Benjamin Engst für seine Dissertation „The Two Faces of Judicial Power: Dynamics of Judicial-Political Bargaining“ die Auszeichnung. Zum anderen wurden Dr. Sophie Scharf und Dr. Liliane Wulff für ihren Artikel “Unpacking stereotype influences on source-monitoring processes: What mouse tracking can tell us” gewürdigt. Der Bojanovsky-Preis fördert den wissenschaft­lichen Nachwuchs im Bereich der empirischen Erforschung gesellschaft­licher, interindividueller oder kultureller Prozesse.

Examenspreise des Abschlussjahrgangs 2021

Für ihre akademischen Leistungen und ihren ehrenamtlichen Einsatz wurde Amina Elbarbary mit dem DAAD-Preis ausgezeichnet. „Gerade auch in Pandemiezeiten hat sie durch ihr Engagement das soziale Leben der Kommilitoninnen und Kommilitonen organisiert und bereichert, wofür ihr viele der Studierenden sehr dankbar sind“, erklärt Prof. Dr. Richard Traunmüller. Der DAAD-Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich an eine internationale Vollzeit­studierende oder einen internationalen Vollzeit­studierenden der Universität Mannheim verliehen.

Des Weiteren überreichten Prof. Dr. Jutta Mata und Dr. Martin Schnürch den Otto-Selz-Preis für exzellente Abschlussarbeiten im Fach Psychologie. Der Preis für die diesjährige beste Master­arbeit ging an Ira Herwig, der Preis für die beste Bachelor­arbeit an Selina Zajdler.

Erstmalig wurde in diesem Jahr auch der Hans-Albert-Preis für die besten Abschlussarbeiten im Fach Soziologie überreicht: Joshua Hellyer und Maria Schlüter wurden in diesem Rahmen für ihre überragende Master- und Bachelor­arbeit geehrt. Hans Albert hatte von 1963 bis 1989 den Lehr­stuhl für Soziologie und Wissenschafts­lehre inne und hat die wissenschaft­liche Ausrichtung des Fachs maßgeblich beeinflusst.

Auch der Franz-Urban-Pappi-Preis für die besten Abschlussarbeiten im Fach Politik­wissenschaft wurde erstmals verliehen. Er ging an Teresa Haussmann und Julia Ketterer für ihre hervorragenden Bachelor­arbeiten. Franz Urban Pappi leitete von 1990 bis 2007 den Lehr­stuhl für Politische Wissenschaft I und gilt als wegweisend für seine interdisziplinären Arbeiten im Bereich der Politischen Soziologie.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren stellte Malte Zimdahl, Doktorand am Lehr­stuhl für Kognitive und Differentielle Psychologie der Universität Mannheim, das Netzwerk ABSOLVENTUM MANNHEIM e.V. vor. Der Verein würdigte die jeweils jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen der Bachelor­studien­gänge Politik­wissenschaft, Psychologie und Soziologie. Im Fach Politik­wissenschaft wurden Julia Ketterer, Shirin Mariam Ernst und Joshua Weidmann ausgezeichnet. In der Psychologie schlossen Aline Kelber, Mina Bertsch, Julia Hildebrandt und Hannah Hoffmann am erfolgreichsten ab. Im Bachelor­studien­gang Soziologie erbrachten Julia Bold, Marie-Luise Digiser, Lilly Hüger und Luzia Hackenbroch die besten Leistungen.

Kontakt:
Dipl.-Soz.Wiss. Lutz Pöhlmann
Fakultäts­geschäftsführer
Universität Mannheim
Tel.: +49-621/181-1994
E-Mail: lutz.poehlmann sowi.uni-mannheim.de