10 schnelle Aufwärm-Fragen an ...

Linus Müller

In welcher Sportart trittst du in Paris an?

Feldhockey.

Und was ist deine Top-Disziplin hier an der Uni?

Jura (der Aufbau­studien­gang).

Wie bist du zum Hockey gekommen?

Meine Mutter hat schon im Düsseldorfer Hockey Club in der Bundes­liga gespielt. Ich bin schon mit drei Jahren dort zum Balltraining gegangen und dann mit vier Jahren sofort zum Hockeytraining gekommen.

Seit wann bereitest du dich auf Olympia 2024 vor?

In gewisser Weise schon fast mein ganzes Leben. Ganz konkret habe ich die Olympiade in Paris seit den letzten Olympischen Spielen im Kopf. Leider hat mir eine längerfristige Verletzung letztes Jahr im Sommer etwas einen Strich durch die Rechnung gemacht. Seit ich wieder fit bin, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Goldmedaille oder ist dabei sein alles?

Nach dem vierten Platz in Tokio ist dieses Mal eine Medaille auf jeden Fall das Ziel!

Uni und Olympia – wie klappt das zusammen?

Viel Disziplin und Zeit­management – man muss sich in bestimmten Phasen Schwerpunkte setzen. Ein bis zwei Jahre vor der Olympiade liegt der Schwerpunkt vermehrt auf dem Sport – und je näher es in Richtung Olympische Spiele geht, desto mehr rückt der Fokus voll auf den Sport. Nach Paris ist voraussichtlich die Uni wieder mehr im Mittelpunkt.

Und wenn gerade kein Olympia ist, wie gehen Spitzensport und Uni Hand in Hand?

Am Ende ist es immer eine Frage des Zeit­managements und der Prioritätensetzung. Der Aufwand für den Sport bricht nach den Olympischen Spielen ja nicht vollständig ab. Irgendein internationales Turnier steht immer an. Man muss über mehrere Jahre hinweg planen – im Zweifel muss an Urlaub eingespart werden. Sicher ist, dass es ohne die Unterstützung des Spitzensportstipendiums wohl kaum möglich wäre, beide Disziplinen so stringent zu verfolgen. Das Stipendium bietet einfach eine Flexibilität und unterstützt uns bei Terminkollisionen.

Bleibt auch ein bisschen Leben übrig?

Ein bisschen Zeit bleibt für das Leben schon noch. Je nach Saison­phase variiert das natürlich. Vor den Olympischen Spielen trifft man uns Sportler*innen aber eher nicht im Schneckenhof. Ich finde es aber wichtig, dass das Privatleben nicht völlig wegfällt. Hin und wieder braucht man auch Momente zum Abschalten.

Was ist für dich stressiger: Wettkampf oder Staats­examen?

Ohne Frage das Staats­examen.

Wann können wir dich anfeuern und dir die Daumen drücken?

An Wochenenden mit dem Mannheimer Hockey Club auf YouTube bei Dyn Hockey. Die Spiele mit der Nationalmannschaft werden auf DAZN übertragen. Ansonsten laufen die Olympischen zwischen dem 27. Juli und dem 8. August im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Linus, wir drücken den Hockey-Herren die Daumen und wünschen Euch, dass ihr eine Medaille mit nach Hause nehmt!