Sustainable Futures

Hier gelangen Sie zum ILIAS-Kurs für Lehr­ende.
Hier gelangen Sie zum ILIAS-Kurs für Studierende.

Was ist Sustainable Futures?

Sustainable Futures ist ein interdisziplinäres Projekt, das in Zusammenarbeit mit Expert*innen (Über­sicht hier) im Bereich Nachhaltigkeit entwickelt wird. Dabei entsteht eine digitale Lernumgebung mit verschiedenen Lernmodulen. Diese behandeln jeweils ein zentrales Nachhaltigkeits­thema und bestehen aus Lernvideos sowie ergänzenden Materialien. Die Lernmodule können vollständig oder in Teilen flexibel in Lehr­veranstaltungen eingebunden werden. Für die Nutzung der Module sind keine speziellen Vor­kenntnisse erforderlich. Sustainable Futures vereint aktuelle Forschungs­ergebnisse mit praxisnahen Einblicken in verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit. Der Fokus liegt auf der Frage, was wir als Individuen, Institutionen und Gemeinschaften für eine nachhaltige Zukunft beitragen können.

Warum gibt es Sustainable Futures?

Universitäten sind die Bildungs­stätten von zukünftigen Entscheidungs­träger*innen.  Sie spielen daher eine entscheidende Rolle dabei, Studierende zur Bewältigung globaler Herausforderungen zu be­fähigen.  Sustainable Futures zielt zum einen darauf ab, nachhaltigkeits­bezogene Forschung sichtbar zu machen. Zum anderen möchten wir einfache Möglichkeiten schaffen, das Thema in die Lehre zu integrieren. Ob als Themeneinstieg, Exkurs, Anwendungs­beispiel oder als komplettes Modul – die Materialien sind flexibel einsetzbar. Die inter- und trans­disziplinäre Ausrichtung von Sustainable Futures fördert eine umfassende Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Nachhaltigkeit über die eigene Disziplin und die wissenschaft­liche Perspektive hinaus.

Modulübersicht

  • Climate Adaptation

    Dieses Modul beschäftigt sich mit den unter­schiedlichen Verwundbarkeiten und Anpassungs­kapazitäten von Ländern und Gemeinschaften im Kontext des Klimawandels, analysiert, inwiefern Anpassungs­politiken bestehende Ungleich­heiten verstärken oder zu Fehlanpassungen führen können, beleuchtet den Einfluss politischer Dynamiken auf Anpassungs­entscheidungen und unter­sucht, wie verschiedene Gemeinschaften Anpassungs­prozesse mitgestalten oder warum es ihnen schwerfallen kann, in diesen politischen Prozessen Gehör zu finden.

  • Climate Ethics

    Dieses Modul vermittelt, wie die Klimaethik moralische Fragen nach Verantwortung, Handeln und Gerechtigkeit im Umgang mit dem Klimawandel aufgreift, erläutert zentrale Konzepte wie globale und intergenerationelle Klima­gerechtigkeit, zeigt, wie ethische Perspektiven Debatten über Lebens­stilentscheidungen, unter­nehmerische Pflichten und internationale Verhandlungen prägen können, und verdeutlicht, warum ethische Über­legungen unverzichtbar sind, um praktische Entscheidungen und Lösungs­ansätze in der Klimakrise zu leiten.

  • Climate Inequality

    Dieses Modul vermittelt, wie Klimawandel und Ungleich­heit auf globaler, generationeller und gesellschaft­licher Ebene miteinander verknüpft sind, warum diese Ungleich­heiten die internationale und nationale Klimapolitik besonders herausfordernd machen, wie Verantwortung, Kosten und Nutzen von Klimaschutz­maßnahmen ungleich verteilt sind und wie globaler Konsum sowie grüne Trans­formations­prozesse lokale Umweltkonflikte und Proteste hervorrufen können.

  • Climate Mobilities

    Dieses Modul führt in das Konzept der Klimamobilitäten ein, das Migration als einen von Handlungs­macht, Gerechtigkeit und breiteren sozialen Systemen geprägten Prozess versteht. Es vermittelt, wie der Klimawandel Migration, Immobilität und die Anpassungs­fähigkeit von Menschen unter ungleichen Bedingungen beeinflusst. Zudem zeigt es, warum vereinfach­ende Krisennarrative über sogenannte „Klimaflüchtlinge“ irreführend sind und wie die Art und Weise, wie über Klimamobilität gesprochen wird, politische und gesellschaft­liche Reaktionen prägt. Abschließend wird erläutert, wie Klimapolitiken und Anpassungs­maßnahmen Risiken verringern können, zugleich jedoch unbeabsichtigt Ungleich­heiten verstärken oder neue Verwundbarkeiten schaffen.

  • History of Sustainability

    Dieses Modul zeichnet die Entstehung des Nachhaltigkeits­konzepts nach und unter­sucht, wie insbesondere der frühneuzeitliche Bergbau Bedingungen für nachhaltiges Wirtschaften hervorbrachte. Es analysiert, wie Nachhaltigkeit in der Frühen Neuzeit konkret funktionierte und welche charakteristischen Merkmale sie prägten. Darüber hinaus beleuchtet es, warum die Ausbeutung von Natur und Menschen historisch eng miteinander verknüpft war – und vielfach noch immer ist – und fragt abschließend, welche Lehren sich aus der Geschichte für die Bewältigung heutiger Nachhaltigkeits­probleme ziehen lassen.

  • Greenwashing & Law

    Dieses Modul beleuchtet Greenwashing aus einer juristischen Perspektive.  Es zeigt, wie das deutsche Recht und gerichtliche Entscheidungen – etwa zum Begriff „klimaneutral“ – irreführende Umweltwerbung regulieren. Zudem werden die zentralen Anforderungen der EU-Richtlinie 2024/825 zur Stärkung der Verbraucher (Empowering Consumers Directive) und deren Aus­wirkungen auf Umweltclaims und Ökolabels vorgestellt. Abschließend wird erläutert, warum Trans­parenz, Klarheit und die Wahrnehmung durch Verbraucher*innen entscheidend für rechts­sicheres Umweltmarketing sind.

  • Gender Equality

    Dieses Modul erläutert, was unter dem Gender Pay Gap und dem Gender Leader­ship Gap zu verstehen ist, analysiert die Faktoren, die zu geschlechts­spezifischen Ungleich­heiten bei Einkommen und Führungs­positionen beitragen, und zeigt auf, wie politische Entscheidungs­träger*innen, Unter­nehmen und Einzelpersonen dazu beitragen können, diese Lücken zu schließen.

  • Climate Movement

    Dieses Modul unter­sucht, wie unter­schiedliche zivil­gesellschaft­liche Akteur*innen – einschließlich der „neuen“ Klimabewegung – für Klimaschutz mobilisieren und ihre Strategien im Zeitverlauf anpassen. Es analysiert, wie Gegenmobilisierung und Widerstand den Verlauf des Klimaaktivismus prägen und öffentliche Debatten sowie politische Entscheidungen beeinflussen. Zudem regt es dazu an, die breiteren gesellschaft­lichen und demokratischen Implikationen des Klimakonflikts sowie Strategien für sozialen Wandel kritisch zu reflektieren.

Welche Vorteile bietet Ihnen Sustainable Futures?

  • Forschung zu Nachhaltigkeit sichtbar machen

    Sie forschen oder lehren zu einem Thema rund um Nachhaltigkeit und möchten Ihre Expertise mit anderen teilen? Wenden Sie sich an das Sustainable Futures-Team, um eine potenzielle Zusammenarbeit zu planen. Als Expert*in profitieren Sie von einer Rundum-Betreuung während des gesamten Entstehungs­prozesses Ihres Videos – von der didaktischen Beratung zu Videoformaten über eine Skript­beratung und Kameratraining bis hin zur professionellen Postproduktion.

  • Nachhaltigkeit zum Thema in Ihrer Lehre machen

    Die Videos und Lernmaterialien aus Sustainable Futures können in vielfältiger Weise in Ihrer Lehre zum Einsatz kommen. Ob als Themeneinstieg, praktischer Exkurs oder als komplette Lerneinheit – die Inhalte lassen sich unkompliziert in Lehr­veranstaltungen einbauen. Sie haben Fragen dazu oder möchten sich zur Planung Ihrer Lehr­veranstaltung beraten lassen? Wenden Sie sich gerne an das Sustainable Futures-Team.

Amelie Maulbetsch, M.Sc.

Amelie Maulbetsch, M.Sc., Projektkoordination

Leitung Medienproduktion, Beratung zu KI in der Lehre & Bildung für nachhaltige Entwicklung
Universität Mannheim
Zentrum für Lehren und Lernen
Schloss – Raum ZEO 094
68161 Mannheim