Medizinische Forschung geht am tatsächlichen Bedarf oft vorbei

Die weltweite Gesundheitsforschung beschäftigt sich nur unzureichend mit Krankheiten, die für den Großteil der globalen Krankheitslast verantwortlich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitstudie, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz rund 8,6 Millionen wissenschaftliche Veröffentlichungen mit Daten zur Krankheitslast der vergangenen 20 Jahre verknüpft hat. Das Manuskript ist in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Medicine“ erschienen.
Das zentrale Ergebnis: Die Kluft zwischen Forschung und tatsächlicher Krankheitslast hat sich zwar seit 1999 halbiert – ein Zeichen dafür, dass sich die globale Gesundheitsforschung zunehmend am realen Bedarf orientiert. Allerdings ist der Grund dafür eher unerwartet: Der Rückgang entsteht vor allem dadurch, dass übertragbare Krankheiten wie HIV/