Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Empirische Sozialforschung

  • PARFORM - Partnersuche der neu zugewanderten Flüchtlinge in Deutschland

    Irena Kogan untersucht in ihrem ERC-ausgezeichneten Projekt, wie in Deutschland neu eingereiste männliche Flüchtlinge ihre Partnerinnen finden. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich auf männliche Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind. Für das Projekt erhielt die Mannheimer Soziologin im Dezember 2019 einen ERC Consolidator Grant in Höhe von knapp zwei Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren.

    Das Projekt knüpft an eine in Mannheim laufende und von der DFG geförderte Langzeitstudie an, an der die Soziologin beteiligt ist. Dort werden Lebensverläufe bzw. Prozesse der Integration von jungen Menschen mit und ohne Migrations­hintergrund untersucht. Mehr zu Irena Kogans Forschung und Publikationen unter: https://www.sowi.uni-mannheim.de/kogan/forschung/#c126948.

     

    Prof. Dr. Irena Kogan

    Prof. Dr. Irena Kogan

    Professur für Soziologie, Gesellschafts­vergleich
    Universität Mannheim
    Fakultät für Sozial­wissenschaften
    A 5, 6 – Raum A 529
    68159 Mannheim
    Tel.: +49 621 181-2015
    Fax: +49 621 181-2016
    E-Mail: irena.kogan(at)uni-mannheim.de
    Sprechstunde:
    Di 12–13 Uhr
  • Parteienforschung

    Koalitions­politik vor der Wahl
    Das Projekt untersucht unter anderem, unter welchen Bedingungen Parteien bereit sind, vor der Wahl klare Koalitions­aussagen zu machen. Das Projekt „Koalitions­politik vor der Wahl“ verbindet koalitions­spezifische Wahlentscheidungen auf Seiten der Wähler mit den strategischen Überlegungen von Parteien, bereits während Wahlkampagnen über mögliche Koalitionen zu sprechen.

     

    Prof. Thomas Gschwend, Ph.D.

    Prof. Thomas Gschwend, Ph.D.

    Professur für Quantitative Sozial­wissenschaft­liche Methoden
    Universität Mannheim
    Professur für Politik­wissenschaft, Quantitative Sozial­wissenschaft­liche Methoden
    A5
    A5,6 Bauteil B – Raum B 220
    68159 Mannheim
    Tel.: +49 621 181-2087
    Fax: +49 621 181-3699
    E-Mail: gschwend(at)uni-mannheim.de
    Sprechstunde:
    Mi 10:00–11:30 a.m.

    Wo befindet sich meine Partei?

    Das am MZES angesiedelte untersucht, wie Parteien sich während der Legislaturperiode positionieren und wie sich dies auf ihre Popularität auswirkt. Um die Effektivität von Wahlen als Mechanismen der Repräsentation zu gewährleisten, müssen mindestens zwei Bedingungen erfüllt sein: Bürger müssen erstens vor der Wahl wissen, welche Positionen die Parteien vertreten, was sie also vorhaben, und zweitens nach der Wahl erfahren, ob die Parteien an den angekündigten Vorhaben festhalten. Ob diese Kriterien in der Praxis erfüllt sind, ist keinesfalls klar. Die zentralen Forschungs­fragen sind (1) ob Parteien ihren während des Wahlkampfs eingenommenen Positionen nach der Wahl treu bleiben und (2) falls nicht, ob sie dafür in der Wählergunst einen Preis zahlen.

     

    Prof. Dr. Marc Debus

    Prof. Dr. Marc Debus

    Professur für Politik­wissenschaft, Vergleichende Regierungs­lehre
    Universität Mannheim
    Fakultät Sozial­wissenschaften
    A 5, 6
    Gebäudeteil A – Raum A 337
    68159 Mannheim
    Sprechstunde:
    Di 10:30–11:30 Uhr
    Bitte melden Sie sich per Mail an: polwiss3(at)uni-mannheim.de
  • Die Deutsche Längsschnitt-Wahlstudie

    Die German Longitudinal Election Study (GLES) beobachtet und analysiert mit Blick auf drei Bundestagswahlen (2009, 2013 und 2017), wie die Wählerschaft auf neue komplexe Konstellationen elektoraler Politik reagiert. Anlässlich der Bundestagswahl 2009 wurde das komplexe und facettenreiche Forschungs­design der GLES erstmals erfolgreich angewendet. Bereits kurz nach den Wahlen stellte das Projekt allen interessierten Forschern einen beispiellosen Bestand hochwertiger Datensätze zur Verfügung. Mit den erhobenen Daten zur Bundestagswahl 2009 sowie 2013 wurde der elektorale Wandel in Deutschland in zahlreichen Publikationen aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert.

     

    Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck

    Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck

    Universität Mannheim
    Professur für Politik­wissenschaft, Politische Soziologie
    A 5, 6
    Bauteil A – Raum 510
    68159 Mannheim
    Tel.: +49 621 181-2062
    Fax: +49 621 181-2067
    E-Mail: schmitt-beck(at)uni-mannheim.de
    Sprechstunde:
    Di, 15:45–16:45 Uhr (im FSS2020)
    (Voranmeldung erforderlich unter lspol1(at)uni-mannheim.de)
  • Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrations­forschung (DeZIM) - Auftakt­projekt

    Unter der Leitung des Bundes­ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde im Juli 2017 das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrations­forschung (DeZIM) gegründet. Es soll bestehende Strukturen in der Migrations- und Integrations­forschung nachhaltig stärken, vernetzen und weiterentwickeln, zentrale Fragen der Migration und Integration bearbeiten und Forschungs­lücken schließen. Der Mannheimer Soziologe Frank Kalter ist vom BMFSFJ in die Doppelspitze des DeZIM berufen worden.

    Das Auftakt­projekt am DeZIM beinhaltet sechs inhaltlich orientierte Teil­projekte, die spezifische Aspekte der Migration und Integration bearbeiten. Das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung an der Universität Mannheim (MZES) ist in vier Teil­projekte des DeZIM-Auftakt­projektes involviert:

    1. DeZIM-Vernetzungs­stellen
    2. Konzeption und Aufbau des Datenservice- und Forschungs­zentrums
    3. ExiTT: Exit – Transit – Transformation
    4. ARBEIT: Die Rolle von Diskriminierung für die Arbeits­markt­integration von jungen Personen mit Migrations­hintergrund

     

    Prof. Dr. Frank Kalter

    Prof. Dr. Frank Kalter

    Lehr­stuhl für Allgemeine Soziologie
    Universität Mannheim
    Fakultät für Sozial­wissenschaften
    A 5, 6
    Gebäudeteil A – Raum A 449
    68159 Mannheim
    Sprechstunde:
    nach Vereinbarung
  • Konflikt- und Menschenrechts­forschung

    Im Mittelpunkt der Forschung von Prof. Sabine C. Carey, PhD und ihrem Team steht die empirische Analyse verschiedener Aspekte von gewaltsamen Konflikten, Menschenrechts­verletzungen, Terrorismus und dem Niederschlagen von Aufständen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Rolle von Akteuren wie Pro-Regierungs­milizen sowie dem Zusammenhang zwischen Regierungs­gewalt und Unterdrückung.

    In einem ihrer Projekte erforscht Prof. Carey Charakteristika und Entstehungs­ursachen von Regierungs­milizen sowie die Folgen ihrer Aktivitäten. Bei Regierungs­milizen handelt es sich um bewaffnete Gruppen, die eine Verbindung zur Regierung haben, zum Beispiel in vom Bürgerkrieg erschütterten Ländern wie Syrien, Libyen oder Algerien - aber auch außerhalb von Kriegsgebieten.  Sie erhalten von der Regierung oft Waffen und Training, befinden sich jedoch außerhalb der regulären Sicherheitsinstitutionen. Als Grundlage der wissenschaft­lichen Arbeit dient die Pro-Government Militias Database (PGMD), die circa 350 dieser Milizen weltweit zwischen 1981 und 2004 erfasst. Die Database wird zurzeit erweitert und umfasst zukünftig die Jahre bis 2014 und circa 500 Milizen. Ein Online-Guidebook stellt die wichtigsten Informationen in Kürze dar. Das Forschungs­projekt von Prof. Carey wurde bis Ende 2019 von einem ERC Starting Grant unterstützt.

    Prof. Sabine C. Carey, Ph.D.

    Prof. Sabine C. Carey, Ph.D.

    Professur für Politik­wissenschaft, Internationale Beziehungen
    Universität Mannheim
    Fakultät Sozial­wissenschaften
    A 5, 6 – Raum B 120
    68159 Mannheim