Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Trauer um Dr. Ulrich Karl Roschitsch

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Ulrich Karl Roschitsch, der am 7. Juli 2025 im Alter von 29 Jahren im Kreise seiner Angehörigen in Mannheim nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. 

Ulrich trat der Graduiertenschule 2020 als Doktorand der Volkswirtschafts­lehre bei, und zwar so wie er durch das Leben schritt: Mit einem beschwingten und entschlossenen Gang und einer entwaffnenden Freundlichkeit. Zuvor hatte Ulrich ein Bachelor­studium in Geschichte mit Nebenfach Ökonomie an der Universität Mannheim absolviert, dem ein Master­studium in Volkswirtschafts­lehre, ebenfalls in Mannheim, folgte. 

Sein gewinnendes und offenherziges Wesen half ihm, eine Gemeinschaft an treuen Wegbegleiter*innen aufzubauen. Eine Gemeinschaft, die zum Zeitpunkt seines Todes unverändert eng mit ihm verbunden war und ihn schmerzlich vermissen wird.

Ulrich war ein intelligenter und neugieriger, zugewandter, warmherziger, fürsorglicher Mensch. Er war selbstbewusst, selbstlos, würdevoll und mutig in jeder Situation. Charaktereigenschaften, die er über seinen langen Weg durch die Krankheit beibehielt.

Das Wissen um die ihm noch verbleibende Zeit spornte ihn an, jede sich eröffnende Möglichkeit mit Entschlossenheit zu ergreifen. 

Dr. Ulrich Roschitsch verteidigte seine Dissertation am 17. Juni 2025 und schloss seine Promotion damit erfolgreich ab. 

Ulrich forschte auf den Gebieten der Makroökonomie und der Finanz­wissenschaft. Abseits seines fach­lichen Schwerpunkts hatte er ein besonderes Interesse an der Antike und an der Geschichte der Mathematik. Seine Forschung konzentrierte sich auf geldpolitische Modelle, in denen Akteure nicht-rationale Erwartungen haben. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Promotions­studium und Koautor Dr. Hannes Twieling entwickelte Ulrich neue Methoden, um dynamische Modelle mit diesen Eigenschaften effizient zu lösen. Im Weiteren wandte er diese Methoden an, um grundlegende wirtschafts­politische Fragestellungen zu unter­suchen. So analysierte er im Speziellen die Rolle regionaler Boom- und Krisen­phasen auf den Immobilien­markt für die Geldpolitik und der internationalen Trans­mission von geldpolitischen Über­raschungen. 

Mit Zuversicht blicken wir darauf, dass das Vermächtnis von Ulrichs Beitrag weit über sein Leben hinauswirkt und Generationen von Forschenden dazu inspiriert, seine Arbeit weiterzuführen. Zweifellos hätte er, hier, inmitten der akademischen Gemeinschaft, viele weitere glückliche und erfolgreiche Momente erlebt, hätte er mehr Zeit erhalten.

Dr. Ulrich Karl Roschitsch hinterlässt seine Eltern, Ursula und Heinrich Roschitsch, seine Schwester Nikola und seinen Bruder Martin.

Mit seinem Tod verlieren wir einen integren und brillanten Forscher, einen engagierten Lehr­enden, einen loyalen und beliebten Kollegen und ein Vorbild.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Im Namen der Abteilung Volkswirtschafts­lehre und der Graduate School of Economic and Social Sciences

Universität Mannheim, Juli 2025


Kondolenzbuch

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Titel Vorname Nachname
1. Dr. Hannes Twieling
2. Prof. Dr. Jochen Streb
3. Bennet Janssen
4. Jan Kemper
5. Alexander Lippert
6. Dr. Mark Spils
7. Prof. Dr. Sebastian Findeisen
8. Brigitte Brendle
9. Alexandros Zarotis
10. Willi Wolfarth
11. Dr. Kwok Yan Chiu
12. Tsung-Hsien Li
13. Dr. Federico Innocenti
14. Ingrid Rieger
15. Jelena Todorovic Bojovic
16. Ayman Tibi
17. Ulrich Kehl
18. Sebastian Siegloch
19. Fitri Stark
20. Julius Piepenbring
21. Tefik Ismaili
22. Julian Streyczek
23. Joscha Krug
24. Dominik André