Kürzlich haben wir unsere Studierenden auf dem Campus anlässlich des Weltfrauentags gefragt, welche Frauen sie an der Uni Mannheim inspirieren. Nicht selten wurden die Namen ebenjener sechs Frauen genannt, die auf den nächsten Seiten porträtiert werden. Und das freut uns, denn genau das wollten wir mit den Professorinnen-Porträts in dieser Ausgabe: zeigen, was für inspirierende Frauen an der Spitze dieser Universität forschen.
Bild: Anna Logue / privat / Illustration: uc graphic
Beim Blick auf die Gleichstellungszahlen der Universität Mannheim zeichnet sich ein Bild ab, das sich in der gesamten deutschen Hochschullandschaft widerspiegelt: Liegt der Frauenanteil unter den Studierenden noch bei gut 50 Prozent, beträgt er bei den Professuren weniger als 30 Prozent. Wo gehen die Frauen auf dem Weg verloren – und wie möchte die Universität dem begegnen? Darüber sprechen die beiden Gleichstellungsbeauftragten Karin Hoisl und Christiane Koch im Interview mit dem FORUM.
Sie untersucht den Kapitalmarkt aus der Genderperspektive: Die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Alexandra Niessen-Ruenzi hat schon in ihrer Studienzeit ihr Herzensthema gefunden. Mittlerweile ist sie eine der angesehensten und sichtbarsten Forscherinnen auf diesem Gebiet.
Neugier als Motor: Prof. Michèle Tertilt, Ph.D., interessiert sich schon früh für eher unkonventionelle Themen und verfolgt diese stets selbstbewusst. Geschadet hat das ihrer Karriere nicht, im Gegenteil: Die vielfach ausgezeichnete VWL-Professorin und derzeitige Leibniz-Preisträgerin kann auf einen beeindruckenden Lebenslauf zurückblicken.
Sie gehört zu den meistzitierten Forschenden weltweit: Prof. Dr. Sabine Sonnentag. Als erste und einzige Doktorandin ihrer damaligen Abteilung gestartet, blickt die Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Mannheim heute auf eine erfolgreiche Karriere zurück.
Für Prof. Dr. Stefanie Egidy waren Fernseh-Gerichtsshows der erste Kontakt mit dem Thema Recht. Schon damals faszinierte sie die Dialektik und die Möglichkeit, Konflikte nach objektiven Kriterien fair zu lösen. Als Professorin erforscht die Examensbeste heute, wie Institutionen und demokratische Systeme in Krisen und angesichts grundlegender Transformationen wie der Digitalisierung handlungsfähig bleiben.
Hörsaal statt Klassenzimmer: Als Prof. Dr. Margret Keuper Anfang der 2000er Jahre ein Lehramtsstudium beginnt, ahnt sie noch nicht, dass ihr Weg sie ins Barockschloss führen wird. Heute ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Maschinelles Lernen – und damit die einzige Informatik-Professorin an der Universität Mannheim.
Eine große Leidenschaft zieht sich als dicker roter Faden durch Prof. Dr. Lidia Beckers Karriere: die Liebe für Sprachen. Stetig dieser Liebe folgend führt sie der Weg aus der russisch-ukrainischen Grenzregion Woronesch nach Deutschland, wo die Romanistin eine beeindruckende wissenschaftliche Laufbahn absolviert.
Frauen in die Wissenschaft! Wer die Zahlen betrachtet, stellt fest: Bis zur Gleichstellung ist es an deutschen Hochschulen noch ein gutes Stück Weg. Drei Viertel der W3-Professuren hierzulande sind von Männern besetzt. Die Universität Mannheim bildet keine Ausnahme, arbeitet derzeit aber verstärkt an Lösungen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Teilnahme am Professorinnenprogramm 2030.
Bild: Universität Mannheim / Illustration: uc graphic
Als Gudrun Höhl und Elfriede Höhn Mitte der 1960er Jahre an die Wirtschaftshochschule Mannheim berufen werden, sind sie Pionierinnen – an der Universität und in ihren Fächern. Ihr Weg in die Wissenschaft jedoch war geprägt von Krieg, Neuanfängen und institutionellen Widerständen.
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