Bilder der sechs im FORUM porträtierten Professorinnen in bunten Farben. Darunter der Schriftzug: "Im Schwerpunkt: Berufung Professorin"

Schwerpunkt

Eine Ausgabe des FORUM 1/2026
Berufung: Professorin

Kürzlich haben wir unsere Studierenden auf dem Campus anlässlich des Weltfrauentags gefragt, welche Frauen sie an der Uni Mannheim inspirieren. Nicht selten wurden die Namen ebenjener sechs Frauen genannt, die auf den nächsten Seiten porträtiert werden. Und das freut uns, denn genau das wollten wir mit den Professorinnen-Porträts in dieser Ausgabe: zeigen, was für inspirierende Frauen an der Spitze dieser Universität forschen. 

Porträtbilder von Karin Hoisl und Christiane Koch, die mit bunten Farben grafisch illustriert wurden.
Die Gleich­stellungs­beauftragten Karin Hoisl und Christiane Koch im Interview

Beim Blick auf die Gleich­stellungs­zahlen der Universität Mannheim zeichnet sich ein Bild ab, das sich in der gesamten deutschen Hochschul­landschaft widerspiegelt: Liegt der Frauenanteil unter den Studierenden noch bei gut 50 Prozent, beträgt er bei den Professuren weniger als 30 Prozent. Wo gehen die Frauen auf dem Weg verloren – und wie möchte die Universität dem begegnen? Darüber sprechen die beiden Gleich­stellungs­beauftragten Karin Hoisl und Christiane Koch im Interview mit dem FORUM. 

Porträtbild von Alexandra Niessen-Ruenzi, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Alexandra Niessen-Ruenzi

Sie unter­sucht den Kapital­markt aus der Genderperspektive: Die Wirtschafts­wissenschaft­lerin Prof. Dr. Alexandra Niessen-Ruenzi hat schon in ihrer Studien­zeit ihr Herzensthema gefunden. Mittlerweile ist sie eine der angesehensten und sichtbarsten Forscherinnen auf diesem Gebiet. 

Porträtbild von Michèle Tertilt, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Michèle Tertilt

Neugier als Motor: Prof. Michèle Tertilt, Ph.D., interessiert sich schon früh für eher unkonventionelle Themen und verfolgt diese stets selbstbewusst. Geschadet hat das ihrer Karriere nicht, im Gegenteil: Die vielfach ausgezeichnete VWL-Professorin und derzeitige Leibniz-Preisträgerin kann auf einen beeindruckenden Lebens­lauf zurückblicken. 

Porträtbild von Sabine Sonnentag, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Sabine Sonnentag

Sie gehört zu den meistzitierten Forschenden weltweit: Prof. Dr. Sabine Sonnentag. Als erste und einzige Doktorandin ihrer damaligen Abteilung gestartet, blickt die Professorin für Arbeits- und Organisations­psychologie der Universität Mannheim heute auf eine erfolgreiche Karriere zurück. 

Porträtbild von Stefanie Egidy, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Stefanie Egidy

Für Prof. Dr. Stefanie Egidy waren Fernseh-Gerichtsshows der erste Kontakt mit dem Thema Recht. Schon damals faszinierte sie die Dialektik und die Möglichkeit, Konflikte nach objektiven Kriterien fair zu lösen. Als Professorin erforscht die Examensbeste heute, wie Institutionen und demokratische Systeme in Krisen und angesichts grundlegender Trans­formationen wie der Digitalisierung handlungs­fähig bleiben. 

Porträtbild von Margret Keuper, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Margret Keuper

Hörsaal statt Klassenzimmer: Als Prof. Dr. Margret Keuper Anfang der 2000er Jahre ein Lehr­amtsstudium beginnt, ahnt sie noch nicht, dass ihr Weg sie ins Barockschloss führen wird. Heute ist sie Inhaberin des Lehr­stuhls für Maschinelles Lernen – und damit die einzige Informatik-Professorin an der Universität Mannheim. 

Porträtbild von Lidia Becker, das mit bunten Farben grafisch illustriert wurde.
Im Porträt: Lidia Becker

Eine große Leidenschaft zieht sich als dicker roter Faden durch Prof. Dr. Lidia Beckers Karriere: die Liebe für Sprachen. Stetig dieser Liebe folgend führt sie der Weg aus der russisch-ukrainischen Grenzregion Woronesch nach Deutschland, wo die Romanistin eine beeindruckende wissenschaft­liche Laufbahn absolviert. 

Porträtbilder von Marie-Luis Merten, Pooja Rani und Simone Rademacher, die mit bunten Farben grafisch illustriert wurden.
Professorinnen­programm 2030

Frauen in die Wissenschaft! Wer die Zahlen betrachtet, stellt fest: Bis zur Gleich­stellung ist es an deutschen Hochschulen noch ein gutes Stück Weg. Drei Viertel der W3-Professuren hierzulande sind von Männern besetzt. Die Universität Mannheim bildet keine Ausnahme, arbeitet derzeit aber verstärkt an Lösungen. Ein wichtiger Schritt dabei ist die Teilnahme am Professorinnen­programm 2030. 

Porträtbilder von Gudrun Höhl und Elfride Höhn, die schwarz-weiß gehalten und im Hintergrund bunt grafisch illustriert wurden.
Zu zweit auf weiter Flur

Als Gudrun Höhl und Elfriede Höhn Mitte der 1960er Jahre an die Wirtschafts­hochschule Mannheim berufen werden, sind sie Pionierinnen – an der Universität und in ihren Fächern. Ihr Weg in die Wissenschaft jedoch war geprägt von Krieg, Neuanfängen und institutionellen Widerständen.