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Fortbildungs­aufenthalte im Ausland mit dem ERASMUS-Programm

Das Erasmus-Programm ermöglicht Forschenden, Lehr­enden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Mannheim Auslands­aufenthalte im europäischen Ausland. Das Akademische Auslands­amt berät Sie gerne dazu.

Gefördert werden Lehr­aufenthalte und Fortbildungen. Die Fortbildungs­aufenthalte dauern in der Regel zwei bis fünf Tage. Die Universität Mannheim ist stark bestrebt, innerhalb ihrer Internationalisierungs­strategie akademischem und nicht-akademischem Personal Fortbildungs­aufenthalte im Ausland zu ermöglichen. Interessierte sind daher ausdrücklich eingeladen, sich näher zu informieren und sich zu bewerben.

  • Was wird gefördert?

    • Fortbildungs­aufenthalte bei europäischen Hochschulen, Unternehmen oder anderen Einrichtungen
    • Dauer: zwei bis 60 Tage (plus eventuelle Reisetage)
    • Die finanzielle Förderung ist aufgrund limitierter Mittel derzeit auf maximal eine Woche begrenzt.

    Eine Fortbildung im Ausland kann auf verschiedene Weisen stattfinden:

    • Teilnahme an einem Fortbildungs­programm, das von einer europäischen Hochschule, Firma oder anderen Einrichtung angeboten wird
    • Individuell organisierter Fortbildungs­aufenthalt bei einer Hochschule, Firma oder anderen Einrichtung in Europa

    Das Akademische Auslands­amt berät Sie gerne zu den verschiedenen Möglichkeiten. Informationen zum Programm finden Sie auch der Website der Nationalen Agentur für EU-Hochschul­zusammenarbeit beim DAAD.

  • Was sind die Ziele der Mobilität von Hochschul­personal?

    • Unterstützung der internationalen Mobilität von Studierenden, Lehr- und Verwaltungs­personal durch interkulturelle Sensibilisierung
    • Erwerb von Wissen und praktischen Fähigkeiten, die für die derzeitige Stelle und die berufliche Entwicklung wichtig sind
    • internationaler Austausch von Erfahrungen und in der Praxis bewährter Verfahren
    • „Außen­perspektive“ auf eigene Arbeit/Hochschule erfahren
    • Unterstützung der internationalen Hochschul­zusammenarbeit oder der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen

    Nicht gefördert werden Aufenthalte, die in erster Linie dem Sprachenlernen dienen sollen, oder Teilnahmen an Konferenzen zu Forschungs­zwecken, sofern sie den Hauptzweck des Aufenthaltes bilden.

  • Zielhochschulen und Länder

    Als Zielhochschulen kommen alle europäischen Hochschulen in Frage, die am Erasmus-Programm teilnehmen. Gerne steht Ihnen hier das Akademische Auslands­amt beratend zur Seite.

    Derzeit nehmen alle 28 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Türkei und die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien am Programm teil. In der Datenbank der Partner­universitäten sieht man, mit welchen europäischen Hochschulen die Universität Mannheim bereits Austausch-Abkommen abgeschlossen hat. Insbesondere für Erasmus-Aufenthalte von Hochschul­personal können aber auch über diese Partner­universitäten hinaus Aufenthalte mit anderen Einrichtungen in den Erasmus-Programmländern gefördert werden.

    Die Schweiz nimmt derzeit nicht am Erasmus-Programm teil, finanziert jedoch ein vergleichbares Programm aus nationalen Mitteln, so dass ein Austausch mit der Schweiz mit ähnlichen Förderkonditionen wie bei Erasmus möglich ist.

    Hinweis zur Förderung der Austausch­programme mit dem Vereinigten Königreich:

    Nach aktuellen Plänen der britischen Regierung wird das Vereinigte Königreich bis mindestens 2019/20 weiter am ERASMUS Programm teilnehmen. Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der Brexit-Verhandlungen kann dies jedoch nicht garantiert werden.

  • Finanzielle Leistungen

    Die finanzielle Förderung besteht in einer Reisekosten- und Aufenthaltspauschale, die jeweils entfernungs- und länder­abhängig berechnet wird.

     

    Aufenthaltskosten

    Zusätzlich zu den eigentlichen Aufenthaltstagen können bis zu zwei Reisetage für die Aufenthalts­förderung berücksichtigt werden.

    Im Folgenden finden Sie die Tagessätze nach drei Länder­gruppen aufgeteilt. Bis zum 14. Aufenthaltstag wird der volle Satz gezahlt, vom 15. bis zum 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 Prozent des Tagessatzes.

    Länder­gruppe 1 (180 Euro pro Tag):

    Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich

    Länder­gruppe 2 (160 Euro pro Tag):

    Belgien, Deutschland (Incoming-Aufenthalte), Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern

    Länder­gruppe 3 (140 Euro pro Tag):

    Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, EJR, Mazedonien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn

     

    Reisekosten

    Zu diesen Tagessätzen kommen Reisekosten hinzu. Diese werden in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität europaweit einheitlich mit einem Entfernungs­rechner ermittelt.

    Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, pauschal folgende Beträge:

    Kilometer

    (einfache Entfernung zählt)

    Fahrtkostenpauschale

    < 10 km

    Kein Zuschuss

    10 km - 99 km

    20 EUR

    100 km – 499 km

    180 EUR

    500 km – 1.999 km

    275 EUR

    2.000 km – 2.999 km

    360 EUR

    3.000 km – 3.999 km

    530 EUR

    4.000 km – 7.999 km

    820 EUR

    8.000 km und mehr

    1.500 EUR

     

    Falls Sie erwarten, dass der Erasmus-Zuschuss nicht zur Deckung Ihrer Reisekosten ausreicht, können Sie (falls zutreffend) Ihre Vorgesetzten bitten, eine weitere Buchungs­stelle für die Übernahme der Restkosten freizugeben. Aus Erasmus-Mitteln können über den oben genannten Zuschuss hinaus keine Kosten übernommen werden.

     

    Sonder­förderung von Personal mit Behinderung

    Sonder­förderung kann von Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 beantragt werden. Hierzu muss mindestens zwei Monate vor Beginn des Aufenthalts ein entsprechender Antrag durch die Universität Mannheim bei der Nationalen Agentur DAAD gestellt werden. Der Zuschuss soll durch den Auslands­aufenthalt bedingte Mehrkosten abdecken, sofern nicht andere nationale Stellen wie Krankenkassen oder Sozialämter diese finanzieren. Wenn Sie Sonder­förderung beantragen möchten, kontaktieren Sie bitte frühzeitig das Akademische Auslands­amt.

  • Wer kann sich bewerben?

    Das Programm steht vom Auszubildenden bis zum Rektor allen akademischen und nicht-akademisch Beschäftigten der Universität Mannheim offen. 

    Im Rahmen der Internationalisierungs­strategie der Universität Mannheim bilden die Erasmus-Fortbildungs­aufenthalte einen wichtigen Baustein im Internationalisierungs­prozess für Lehre, Forschung und Hochschul­verwaltung. Interessierte aus Fakultäten, Verwaltung, Stabsstellen, Bibliotheken oder Rechenzentrum sollten die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren und sich zu bewerben.

  • Antragstellung

    Bitte lassen Sie sich vor Antragstellung von Frau Bach im Akademischen Auslands­amt beraten.

    Der Antrag kann per E-Mail gestellt werden und enthält

    Das Bewerbungs­schreiben sollte auf folgende Punkte eingehen:

    • Arbeits­gebiet an der Universität Mannheim
    • Beschreibung des Vorhabens und Begründung des Interesses an der Fortbildungs­maßnahme
    • Versicherung, dass mit dem/der entsprechenden Vorgesetzten die mögliche Teilnahme bereits grundsätzlich abgeklärt wurde
    • vorhandene Sprach­kenntnisse

    Auch auf folgende Aspekte sollte eingegangen werden (Förderkriterien):

    • Inwieweit dient der Aufenthalt der Weiter­entwicklung von Verwaltungs­strukturen?
    • Inwieweit trägt er zum internationalen Benchmarking von Organisations­prozessen bei?
    • Worin liegt der Bezug zu internationalen Aspekten im Mannheimer Arbeits­bereich und der Nutzen für den Arbeits­bereich?

    Die Bewerbung ist laufend möglich. Die Bewilligung erfolgt unter Berücksichtigung der genannten Kriterien sowie der Verfügbarkeit der Mittel. Eine wiederholte Förderung ist möglich, jedoch sollten vorrangig Zuschüsse an Bewerber vergeben werden, die noch keine ERASMUS-Personalmobilität durchgeführt haben. Die Auswahl der Bewerber erfolgt durch eine Auswahl­kommission des Dezernats II und der Personalabteilung.

    Nach Einreichung Ihrer Bewerbung erhalten Sie so bald wie möglich Rückantwort, ob und in welcher Höhe Ihr Aufenthalt gefördert werden kann.

Weitere Schritte und To-Dos

Welche Formalitäten nach der Förderzusage zu erledigen sind, erläutern wir im Folgenden.

  • Förderzusage und Dienstreiseantrag

    • Die formelle Förderzusage erhalten Sie vom Akademischen Auslands­amt als E-Mail Anhang. Drucken Sie diese aus und legen Sie sie ihrem Dienstreiseantrag bei.
    • In der Förderzusage finden Sie die Bezeichnung der Kostenstelle (PSP-Element und Fonds), die Sie im Dienstreiseantrag an der Stelle „II. Befürwortung“ in das Feld für die Kostenerstattung eintragen.
    • Falls Sie eine Kostenerstattung über den Erasmus-Zuschuss hinaus anstreben, tragen Sie eine weitere Kostenstelle in den Dienstreiseantrag ein.
    • Den Dienstreiseantrag lassen Sie wie üblich in Ihrer Abteilung genehmigen und senden ihn mit dem Ausdruck der Förderzusage an Herrn Barchet in der Reisekostenabteilung des Dezernat V.
    • Ebenfalls mit der formellen Förderzusage erhalten Sie das Formular „Anlage zur Förderzusage“, mit dem Sie Ihre Bankdaten an die Reisekostenstelle übermitteln. Die Erasmus-Pauschale wird direkt auf Ihr privates Konto überwiesen. Bitte sehen Sie daher von einer Buchung von Bahn- und Flugtickets über das Vertragsreisebüro DER ab und buchen Sie Flugtickets, Hotels etc. selbst.

    80 Prozent der Förderung werden automatisch vor der Reise als Abschlag von der Reisekostenstelle auf Ihr privates Konto ausgezahlt, sobald Ihr Dienstreiseantrag genehmigt ist.

  • Vor der Reise: Erasmus-Grant Agreement, Mobility Agreement und Versicherung

    • Sie erhalten vor der Reise vom Akademischen Auslands­amt per E-Mail das individuelle Erasmus Grant Agreement. Dies ist ein Vertrag, der die Bedingungen der Erasmus-Förderung regelt und von Ihnen im Original unterschrieben an das Akademische Auslands­amt zurückgesendet werden muss. Scans oder Kopien können leider nicht akzeptiert werden.
    • Außerdem muss das so genannte Mobility Agreement ausgefüllt werden. Es beschreibt Inhalte und Ziele des Aufenthalts und muss vor Beginn der Reise im Akademischen Auslands­amt vorliegen. Füllen Sie das Formular aus, unterschreiben es und senden Sie es zur Unterschrift an die Kontaktperson an Ihrer Gasthochschule. Alle Unterschriften müssen vor der Abreise erfolgen (Unterschriftsdatum!). Die Unterschrift für die Universität Mannheim übernimmt das Akademische Auslands­amt.


    Stellen Sie sicher, dass Ihr Versicherungs­schutz für die Reise ausreicht!

    Mit einem Erasmus-Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungs­schutz verbunden. Weder die Universität Mannheim, noch die Europäische Kommission oder die Nationale Agentur DAAD haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit Erasmus-Auslands­aufenthalten (Studium, Praktikum, Gastdozenturen oder Fortbildungs­maßnahmen) entstehen. Der Versicherungs­schutz obliegt individuell jedem und jeder Geförderten.

    Die nationale Kranken­versicherung bietet mit der Europäischen Kranken­versicherungs­karte für den Aufenthalt in einem anderen EU-Land einen Grund­versicherungs­schutz. Die Abdeckung durch die Europäische Kranken­versicherungs­karte ist jedoch möglicherweise unzureichend, insbesondere, wenn ein Rücktransport oder besondere medizinische Eingriffe vonnöten sind. Die Universität Mannheim empfiehlt daher dringend den Abschluss einer Zusatz­versicherung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an der Gruppen­versicherung des DAAD, die allen Erasmus-geförderten Studierenden und Forschenden offen steht.

    Falls Sie nicht an der Universität Mannheim vertraglich angestellt sein sollten, füllen Sie bitte diese Versicherungs­erklärung aus und reichen Sie sie im Akademischen Auslands­amt ein (Scan reicht aus).

  • Während der Reise: Belege und Certificate of Attendance

    • Sammeln Sie bitte während der Reise Belege für Übernachtungs- und Fahrtkosten für die Erstellung der Dienstreiseabrechnung nach Ihrer Rückkehr.
    • Am letzten Tag Ihres Aufenthalts lassen Sie sich von der Gasthochschule Ihren Aufenthalt mit Hilfe des Certificate of Attendance bestätigen. Bitte achten Sie darauf, dass alle Felder ausgefüllt sind und die Unterschrift am Ende des Aufenthalts erfolgt (Unterschriftsdatum!). Lassen Sie sich das Certificate bitte unbedingt im Original mitgeben. Scans können leider nicht akzeptiert werden.
  • Nach der Reise: Certificate, Dienstreiseabrechnung und Online-Bericht

    • Das Certificate of Attendance reichen Sie nach Ihrer Rückkehr im Original beim Akademischen Auslands­amt ein. Scans können leider nicht akzeptiert werden.
    • Erstellen Sie nach Ihrer Rückkehr umgehend die Dienstreiseabrechnung und reichen Sie diese in der Reisekostenabteilung des Dezernat V mit den Belegen ein. Ausgenommen von der Verpflichtung, eine Dienstreiseabrechnung einzureichen sind Geförderte, die nicht vertraglich an der Universität Mannheim angestellt sind.
    • Nach dem Eingang des Certificates und der Dienstreiseabrechnung erfolgt die Auszahlung der zweiten Rate der Förderung (20 Prozent) auf Ihr Konto.
    • Nach dem Aufenthalt erhalten Sie per E-Mail eine Aufforderung zum Erstellen des Erasmus-Teilnehmerberichts beziehungs­weise Erasmus+ Individual Participant Report. Dieser Bericht hat die Form eines Online-Fragebogens und ist verpflichtend.

    Sie erhalten dazu eine automatisiert erstellte E-Mail mit dem Betreff: „Erasmus+ individual participant report request“. Der Absender lautet replies-will-be-discarded(at)ec.europa.eu. Suchen Sie gegebenenfalls auch in Ihrem Spam-Ordner nach der E-Mail. Bitte folgen Sie dem enthaltenen Link und füllen Sie den Fragebogen innerhalb von 3 Wochen nach Ihrer Rückkehr aus.

Beratung zur Personalmobilität und zur Antragstellung:

Kerstin Bach

Kerstin Bach

Erasmus-Hochschul­koordinatorin / Erasmus-Personalmobilität / Auslands­studien­beratung und Austauschverträge Europa-Programme II (Frankreich, Spanien, Italien, Portugal)
Universität Mannheim
Dezernat II - Studien­angelegenheiten
Akademisches Auslands­amt
L 1, 1 – Raum 160
68131 Mannheim
Tel.: +49 621 181-1160
E-Mail:
Öffnungs­zeiten:
Mo 9–12 Uhr und Mi 14–17 Uhr

Fragen zu den weiteren Schritten:

Janna Ried

Janna Ried

Kommunikation und Öffentlichkeits­arbeit / Anmelde­verfahren für Europa-Programme
Universität Mannheim
Dezernat II - Studien­angelegenheiten
Akademisches Auslands­amt
L 1, 1 – Raum 102
68161 Mannheim
Tel.: +49 621 181-1455
E-Mail:
Öffnungs­zeiten:
Mo 9–12 Uhr und Mi 14–17 Uhr