Eine blonde Frau wählt in der virtuellen Lehrbuchsammlung im Learning Center ein Buch aus.

Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Große Datenmengen allein schaffen noch keinen Mehrwert – entscheidend ist,  dass sie mit modernen Data Science und KI‑Methoden wie  Maschinellem  Lernen, Deep Learning, Graph‑Neural‑Networks oder Generativen  Modellen analysiert werden. Erst so entstehen belastbare Prognosen, erklärbare Modelle (XAI) und strategische Entscheidungs­hilfen, die Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft gleich­ermaßen voranbringen.

  • Mannheim Center for Data Science (MCDS)

    Das MCDS vereint inzwischen nicht nur klassische Kompetenzen im Bereich der Data Science, sondern hat sich als universitäts­weite Plattform für die Entwicklung, Evaluation und den verantwortungs­vollen Einsatz von Data Science und Methoden der Künstlichen Intelligenz etabliert. Forschende aus der Informatik sowie aus den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften arbeiten hier gemeinsam an skalierbaren Data Science Methoden, Algorithmen, an Modellen mit besonderem Fokus auf Fairness sowie an trans­parenten und nachvollziehbaren Analyseprozessen. Veranstaltungen wie das „Data Fest“, thematische Workshops zu gesellschaft­lichen Fragen der Digitalisierung und neue Professuren im Bereich der Sozialen Daten­wissenschaften unter­streichen den methodischen Schwerpunkt des Centers mit einem klaren Fokus auf Künstliche Intelligenz.

    Fokus des Mannheim  Center  for  Data  Science (MCDS): 

    • Methodische Exzellenz: Durch eigenentwickelte Modelle, etwa für Trans­fer‑ oder Federated‑Learning, setzt das MCDS Standards für reproduzierbare, skalierbare KI‑Forschung.
    • Vertrauenswürdige KI: Alle Projekte integrieren Fairness‑Checks, Erklärbarkeit und Datenschutz – die zentralen Bausteine vertrauenswürdiger KI.
    • Wissenstrans­fer: Über Lehr­formate wie „Data  Science  in  Action“ und Executive‑Education‑Programme zu AI Business Impact gelangen neueste KI‑Methoden direkt in Unter­nehmen und Verwaltung.

    Mit dieser klaren Ausrichtung auf Data Science und KI‑Methoden festigt das MCDS seine Rolle als Innovations­motor für daten‑ und KI‑getriebene Forschung und trägt dazu bei, dass die Universität Mannheim zu den führenden Standorten für verantwortungs­volle Künstliche Intelligenz in Europa zählt.

    Interdisziplinäre Leuchtturm­projekte des MCDS:

    1. LAVA  (Lösungen für die Automatisierte Verbesserung und Anreicherung von Wissensgraphen) befasst sich mit dem automatischen Erstellen und Kuratieren von Wissensgraphen als Grundlage erklärbarer KI im Gesundheits­bereich und nutzt dafür die Kombination von Graph‑Embedding und Active‑Learning. Während der Laufzeit zwischen 2024 und 2027 wird das Projekt durch eine Kooperation mit medicalvalues GmbH unter­stützt.
    2. GRAPHIA  (Knowledge Graphs, AI Services & Next‑Gen Instrumentation for SSH) verschreibt sich  dem Aufbau einer europäischen Infrastruktur, die Knowledge‑Graph‑Techniken, Large‑Language‑Models und Graph‑Neural‑Networks für Sozial‑ und Geistes­wissenschaften verbindet. Über drei Jahre (2025 bis 2027) wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Horizon‑Europe‑Verbund (21 Partner) durchgeführt.
    3. Dynamic KG Embeddings  ist ein Open-Science-Framework, das kontinuierlich aktuelle Embeddings für dynamische Wissensgraphen berechnet und als API bereitstellt; dafür nutzt es Contrastive‑Learning & GPU‑beschleunigte Pipelines. Das Projekt läuft seit 2024 in Zusammenarbeit mit der Data‑& Web Science Group.
    Heiner Stuckenschmidt hat rötlich-braune, zu einem Zopf gebundene Haare. Er trägt eine eckige Brille, ein weißes Hemd und ein dunkles Jacket

    Prof. Dr. Heiner Stuckenschmidt

    Lehr­stuhl für Praktische Informatik II: Künstliche Intelligenz
    Universität Mannheim
    Fakultät für Wirtschafts­informatik und Wirtschafts­mathematik
    B 6, 26 – Raum B 1.20
    68159 Mannheim
    Sprechstunde:
    Do 12–13 Uhr
    Prof. Dr. Florian Stahl

    Prof. Dr. Florian Stahl

    Lehr­stuhl für Quanti­tatives Marketing
    Universität Mannheim
    L 5, 2 – Raum 205
    68161 Mannheim
    Sprechstunde:
    nur nach Vereinbarung
  • Cloud­basierte Plattform BERD@NFDI

    Die zunehmende Bedeutung unstrukturierter und nicht standardisierter Datenformate stellt die empirische Forschung in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften vor neue Herausforderungen. Steigende Datenvolumina, hohe Heterogenität sowie rechtliche und ethische Anforderungen erfordern spezialisierte Infrastrukturen, um etwa Webtexte, gescannte Berichte, audiovisuelle Materialien und synthetische Daten über den gesamten Forschungs­datenlebens­zyklus hinweg nutzbar zu machen.

    Das von der Universität Mannheim koordinierte Konsortium BERD@NFDI adressiert diese Herausforderungen mit einer service­orientierten, domänen­spezifischen Infrastruktur für die rechts­konforme und FAIRe Nutzung komplexer Forschungs­daten in den Wirtschafts- und verwandten Sozial­wissenschaften. Partner im Konsortium sind die ZBW – Leibniz-Informations­zentrum Wirtschaft, GESIS – Leibniz-Institut für Sozial­wissenschaften, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Hamburg, die Universität zu Köln sowie die Universitäts­bibliothek Mannheim.

    Als zentrale Ressource für unstrukturierte Daten bietet BERD@NFDI eine breite Palette an Diensten und Tools, die Forschende bei der Erfassung, Verarbeitung, Analyse und langfristigen Sicherung ihrer Daten unter­stützen.

    Eine Über­sicht der verfügbaren Dienste und aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie auf der BERD@NFDI Homepage

    Sabine Gehrlein hat schulterlanges rotbraunes Haar. Sie trägt eine Brille, Perlenohrringe, eine Kette, ein rosé-weiß gestreiftes Hemd und ein dunkles Jackett.

    Dr. Sabine Gehrlein

    Direktorin der Universitäts­bibliothek
    Universität Mannheim
    Universitäts­bibliothek
    Schloss Schneckenhof West – Raum SW 281
    68161 Mannheim
    Prof. Dr. Florian Stahl

    Prof. Dr. Florian Stahl

    Lehr­stuhl für Quanti­tatives Marketing
    Universität Mannheim
    L 5, 2 – Raum 205
    68161 Mannheim
    Sprechstunde:
    nur nach Vereinbarung
  • Institute for Enterprise Systems (InES)

    Das Institut für Enterprise Systems (InES) an der Universität Mannheim ist eine interdisziplinäre, fakultäts­übergreifende Zentral­einrichtung, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis aktiv fördert. InES bringt Wissenschaft­ler*innen aus verschiedenen Fach­richtungen, insbesondere Betriebs­wirtschaft, Informatik, Volkswirtschaft, Soziologie, Psychologie und Rechts­wissenschaft zusammen. Das Institut wurde 2011 gegründet und befasst sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von modernen Informations­systemen in den verschiedensten Bereichen eines Unter­nehmens: von der Buchhaltung und Personalverwaltung über die Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Logistik. Damit ermöglichen die Forschenden neue Abläufe und Geschäfts­modelle in Unter­nehmen.

    Ein Beispiel ist das Projekt mobil-e-Hub. Ziel des vom Bundes­wirtschafts­ministerium geförderten Projekts ist es, den logistischen Verkehr in den Städten effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

    Heiner Stuckenschmidt hat rötlich-braune, zu einem Zopf gebundene Haare. Er trägt eine eckige Brille, ein weißes Hemd und ein dunkles Jacket

    Prof. Dr. Heiner Stuckenschmidt

    Lehr­stuhl für Praktische Informatik II: Künstliche Intelligenz
    Universität Mannheim
    Fakultät für Wirtschafts­informatik und Wirtschafts­mathematik
    B 6, 26 – Raum B 1.20
    68159 Mannheim
    Sprechstunde:
    Do 12–13 Uhr